Foto: Stadt Willich

In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, die allerdings vielen Menschen unbekannt sein dürften – woran die beiden Absolventen des FÖJ, des freiwilligen ökologischen Jahres bei der Stadt Willich, mit ihrer „Abschlussarbeit“ (Ende Juli ist das Jahr rum) etwas ändern möchten:

Die beiden, namentlich Philipp Klein und Noah Netta, haben nach dem Vorbild der „Fledermauswand“ im Naturschutzhof Nettetal für den Neersener Schlosspark ebenfalls eine „Fledermaus-Lehr-Tafel“ gebaut – und mit einigem Stolz verweisen sie zurecht darauf, dass der Batboard-Nachbau um einiges stabiler ausfällt als das Original.

Fledermäuse: Diese flatterhaften Wesen führen naturgemäß ein eher dämmerungs- und nachtaktives Leben, was eben dazu führt, dass es den meisten Menschen eben drum im Dunkel der Nacht verborgen bleibt. Alle bei uns vorkommenden Fledermausarten ernähren sich übrigens ausschließlich von Insekten. Daher führt der dramatische Insektenrückgang auch zu einem bedrohlichen Rückgang des Nahrungsangebotes für Fledermäuse und zu einer deutlichen Reduzierung der Bestände. Neben dem Nahrungsmangel leiden Fledermäuse auch sehr stark unter Wohnungsnot. Aufgrund der modernen Bauweise finden sie in Fassaden und Dachstühlen vieler Gebäude kaum noch Unterschlüpfe und auch schützende Höhlen in älteren Bäumen werden immer seltener.

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hat gemeinsam mit der Eva Lorenz- Umweltstation (ELU) und der Stadt Willich das Projekt „Fledermauswand mit Infotafeln“ unterstützt, um nicht nur Informationen zur Lebensweise der lautlosen Flattermänner darzustellen, sondern auch Maßnahmen, die jeder zum Schutz der Tiere ergreifen kann. Finanziell unterstützt wurde das Ganze durch eine Volksbank-Crowdfunding-Kampagne, und gestern wurde nun schließlich die Lehrtafel gemeinsam am Rand des Schlossparks in Nähe der Schmetterlingsinsel einbetoniert: Ein weiterer schöner und phantasievoll gestalteter Infopunkt direkt im Park am Schloss.