Autobahn-Stau-Ferien-Unfall
Foto: Symbolbild

Der ADAC Nordrhein erwartet rund um Fronleichnam zeitweise lebhaften Verkehr auf den Autobahnen in NRW. Aufgrund des Feiertags am Donnerstag (11. Juni) in Nordrhein-Westfalen und sieben weiteren Bundesländern sowie dem damit verbundenen Brückentag am Freitag starten zahlreiche Autofahrer bereits am Mittwoch ins verlängerte Wochenende.

Am Mittwochnachmittag (10. Juni) rechnet der Mobilitätsclub deshalb mit dem stärksten Verkehrsaufkommen. Am Freitag dürfte es hingegen ruhiger bleiben. Geduld brauchen Autofahrer durch den Rückreiseverkehr auch am Sonntagnachmittag. „Ein Kurztrip in Deutschland ist für viele Menschen momentan die erste Wahl. Trotzdem erwarten wir noch nicht so viel Stau wie im Vorjahr“, sagt Mobilitätsexperte Prof. Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein.

In Baden-Württemberg und Bayern enden am Wochenende die Pfingstferien, wobei in diesem Jahr deutlich weniger Reisende unterwegs sein dürften. Trotzdem bilden sich schon am Samstag vor allem im Süden Deutschlands sowie auf den Routen in Richtung Norden zeitweise Staus. Am Sonntagnachmittag sind dann hauptsächlich die Heimkehrer aus dem Kurzurlaub auf Deutschlands Fernstraßen unterwegs.

Keine Veränderungen gibt es bei den klassischen Staustrecken in NRW: Die größte Staugefahr sieht der ADAC Nordrhein wieder auf der A1 (Köln – Dortmund – Osnabrück – Bremen), der A2 (Oberhausen – Dortmund – Hannover) und der A3 (Oberhausen – Köln – Frankfurt) sowie rund um den Kölner Ring (A1/A3/A4) und auf der A61 (Mönchengladbach – Koblenz). Bei schönem Wetter sind am Samstag und Sonntag auf den Straßen in die Naherholungsgebiete und zu den Küsten Staus durch Ausflügler zu erwarten.

Dies sind deutschlandweit die Autobahnen mit dem größten Staupotenzial:

  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck
  • A 1 / A 3 /A 4 Kölner Ring
  • A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
  • A 3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt – Köln
  • A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
  • A 5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt – Hattenbacher Dreieck
  • A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Hannover
  • A 8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
  • A 9 Berlin – Nürnberg – München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 81 Singen – Stuttgart
  • A 93 Kufstein – Inntaldreieck
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 Lindau – München
  • A 99 Umfahrung München

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden seit Mitte Mai schrittweise gelockert, die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt jedoch noch bis zum 14. Juni. Die Einreise in die Niederlande ist möglich, es gibt nur noch vereinzelte Kontrollen. Auch die Rückreise nach NRW funktioniert in der Regel problemlos. An den Übergängen zwischen Deutschland und Österreich sowie Deutschland und Frankreich finden nur noch stichprobenartige Kontrollen statt. Die Einreise nach Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz ist weiterhin nur aus einem nachweisbar triftigen Grund erlaubt. Mit Wartezeiten ist zu rechnen. Details zum Thema Grenzkontrollen unter www.adac.de/news/corona-deutschland-grenzen.

Der ADAC Nordrhein erinnert zudem an die Rettungsgasse. Gebildet werden muss sie, sobald der Verkehr stockt. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten droht ein Bußgeld von 200 Euro, bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung sogar bis zu 320 Euro. Dazu gibt es einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Seit der Änderung der Straßenverkehrsordnung vom 28. April werden zudem Fahrer, die durch die Rettungsgasse fahren oder sich an Einsatzfahrzeuge hängen, deutlich härter bestraft. Auf sie warten mindestens 240 Euro Strafe, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.