Für-Willich-Wählergemeinschaft-Willich

Die Wahl des neuen Willicher Beigeordneten und Kämmerers Reimund Berg von Bündnis 90 / Die Grünen hat auch bei der Wählergemeinschaft „FÜR WILLICH“ für Unmut gesorgt. Dabei gehe es „FÜR WILLICH“ weniger um die Person Berg, die sicherlich die notwendige Qualifikation mitbringe. Es gehe vielmehr um die Art und Weise des Auswahlverfahrens.

Der Vorsitzende von „FÜR WILLICH“, Detlef Nicola, stellt die Frage, warum „Schwarz-Grün“ überhaupt der Beauftragung einer teuren Agentur zur Findung eines Kandidaten zugestimmt haben, wohlwissend, dass sie ohnehin nur Herrn Berg wählen wollen: „Da wurde den Bürgerinnen und Bürgern und den anderen Parteien eindeutig „Sand in die Augen gestreut“. Wenn wir gewusst hätten, dass dies alles vorher so abgesprochen gewesen ist, hätten wir der Beauftragung der Agentur nicht zugestimmt!“

Nicola kritisiert hier besonders auch den Umgang mit dem Willicher Stadtrat: „Wahlen bedeutet auswählen können. Dieser Grundwert der Demokratie wurde hier dem Willicher Stadtrat eindeutig verwehrt.“

Die Bürgerinnen und Bürger fragten sich zur Recht, ob das Ganze nicht ein abgekartetes Spiel war und man hinter den Kulissen alles dafür getan habe, einen fairen Wettbewerb mehrerer Kandidaten zu verhindern. Schließlich hatten CDU und Bündnis 90 / Die Grünen offensichtlich bereits Ende 2017 bei ihrem Beschluss zu einer Kooperation festgelegt, dass die CDU das Vorschlagsrecht für den Technischen Beigeordneten bekommt und die Grünen das Vorschlagsrecht für den Kämmerer. In der Willicher Bürgerschaft sinke angesichts dieser Postenschacherei, die der Stadt Willich viel Geld gekostet hat, das Vertrauen.

Nach dem einige Medien über Unregelmäßigkeiten im Vorfeld zur Kür des Bürgermeisterkandidaten der CDU berichteten und dem „Schauspiel“ um die Wahl des Grünen Beigeordneten und Kämmerers sieht Nicola die Glaubwürdigkeit der Willicher Parteien gefährdet: „Beides hat in der Tat ein gewisses „Geschmäckle“ und wird sich mit Sicherheit auf das Wahlverhalten der Willicher Bürgerinnen und Bürger auswirken!“