Unfall-Anrath-Schottelstraße
Foto: Polizei / Archiv

Große Freude kommt bei der Wählergemeinschaft FÜR WILLICH über die nun von der Verwaltung durchgeführte Initiative für mehr Verkehrssicherheit am Unfallpunkt Schottelstraße in Anrath nicht wirklich auf.

Ratsherr Martin Dorgarthen: „Zwar begrüßen wir, dass sich überhaupt etwas getan hat, aber die Umsetzung der in aller Stille durchgeführten Maßnahme ist wenig bis gar nicht zielführend! Hier wurde offensichtlich in jüngster Zeit auf Initiative des Seniorenbeirates eine der beiden Absperrbaken entfernt, was auf den ersten Blick sinnvoll, auf den Zweiten aber absolut unsinnig ist.“

Fraktionsvorsitzender Detlef Nicola ergänzt: “Die Maßnahme ist ein „Schildbürgerstreich“, da die Breite der Öffnung mit 1 Meter nicht den Richtlinien für eine problemlose Durchfahrt von Rollstuhl- oder e-mobil-Fahrern entspricht! Diese Richtlinie schreibt z.B. bei Veranstaltungen einen Freiraum von 1,20 Metern vor.“

Wählergemeinschaft drängt auf Entschärfung

Martin Dorgarthen weiter: “Wir hatten an diesem Unfallschwerpunkt (hier kam erst im Frühjahr dieses Jahres eine Inline-Skaterin zu Tode) umfangreiche Maßnahmen zum Schutz von Fußgängern, Radfahrern und anderen so genannten „schwachen“ Verkehrsteilnehmern gefordert! Die jetzt erfolgte Entfernung der einen Bake führt allerdings nur zu einer weiteren Gefahrenquelle, weil hierdurch z.B. die Radfahrer aus Fahrtrichtung Willich dazu verleitet werden, einfach auf dem Gehweg weiterzufahren und hierbei Fußgänger und Rollstuhlfahrer massiv gefährden.“

Die Wählergemeinschaft wird deshalb in dieser Sache weiter auf eine Entschärfung der Verkehrssituation drängen und ihre Forderung nach geeigneten Maßnahmen bekräftigen.