Foto: Stadt Willich

„NEIN zu Gewalt an Frauen“ – das ist die Botschaft, die jetzt einmal mehr durch das Hissen einer entsprechenden Flagge vor dem Schloss verdeutlicht wurde: Bürgermeister Chris Pakusch und die Gleichstellungsbeauftragte Diana Schrader mit ihrer Kollegin Susanne Leuchtenberg von der Willicher Gleichstellungsstelle (rechts) setzten wieder ein deutliches Zeichen: Wir sind viele – und wir alle stehen ein für ein Ende von geschlechtsspezifischer Gewalt!

Hintergrund: Jedes Jahr am 25. November findet der internationale Aktions- und Gedenktag der Vereinten Nationen statt, um von Gewalt betroffenen Frauen eine Stimme zu geben. Im Mai 1981 entstand die Idee, eine Organisation namens TERRE DES FEMMES mit dem Untertitel MENSCHENRECHTE FÜR DIE FRAU in Deutschland zu gründen.

Der von der UNO seit 1990 offiziell anerkannte Aktions- und Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und beteiligten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.

Seit 2001 ruft TERRE DES FEMMES deshalb dazu auf, den internationalen Aktions- und Gedenktag zu nutzen, um die Öffentlichkeit wachzurütteln und sich für ein weltweites Zeichen gegen Gewalt zu vereinen. Zu diesem Zweck entwickelte TERRE DES FEMMES eine farbenfrohe und weithin leuchtende Fahne. Seitdem sorgen Mitfrauen, couragagierte Frauenbeauftragte und Unterstützer sowie Unterstützerinnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit Hissen der Fahne dafür, dass Gewalt an Frauen sichtbar wird.

Schrader: „Dank der zahlreichen, wunderbaren Mitstreiter und Mitstreiterinnen auf der ganzen Welt, die die Fahnenaktion in der Vergangenheit aufgegriffen und weitergetragen haben, ist die ,frei leben – ohne Gewalt‘-Fahne heute als weltweites Symbol für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen bekannt.

„Wir möchten Betroffenen Mut machen: Wir sind da, Ihr seid nicht allein, wir bieten konkrete Unterstützung und Hilfe an“ so Diana Schrader. Und das so vertrauensvoll wie diskret: Nichts geschieht ohne Zustimmung der Betroffenen. „Oft können erste Hinweise durch die Gleichstellungsstelle auf zusätzliche Hilfsangebote oder auch konkrete Hilfe wie die Unterbringung in passenden Schutzeinrichtungen für Frauen der Anfang vom Ende eines erlebten Alptraums sein“, so Schrader.