Foto: Stadt Willich

Die aktuelle, anhaltende und extreme Trockenheit macht der Natur zu schaffen – und dem Team von den Gemeinschaftsbetrieben Willich (GBW) massiv Arbeit: Mit hohem zeitlichen und maschinellen Einsatz sind die Mitarbeiter unterwegs, um zu wässern.

Leiter Bernd Kuhlen: „Mein Team tut wirklich alles, was möglich ist, um möglichst viel zu retten – da muss man als Bürger auch schon mal in Kauf nehmen, dass unsere Bewässerungsfahrzeuge ab und an den Fußgänger-, Radfahrer- oder Autoverkehr behindern können. Für diesbezügliche Beschwerden darüber haben meine Kolleginnen und Kollegen dann freilich nur sehr bedingt Verständnis.“

In der Tat können die von den Bäumen und Pflanzen benötigten Wassermengen nicht per Eimer oder Gießkanne an den Ort der (Gieß)-Tat gebracht werden. Was schon beim Betrachten der eingebrachten Dimensionen deutlich wird: Die Gemeinschaftsbetriebe setzen seit diesem Jahr erstmals ein 4.000-Liter Wasserfass ein, das nach den Erfahrungen der letzten Jahre eigens für diesen Einsatz bei den Gemeinschaftsbetrieben konstruiert wurde. Das Gefährt muss bauartbedingt von einem Schlepper gezogen werden.

Kuhlen: „Das Fass wird sieben bis zehn Mal pro Tag – also mit bis zu 40.000 Litern – betankt. Damit bedient werden für zum Beispiel rund 500 Jungbäume, die es besonders schwer haben.“ Das „Geschoss“ hat drei Ausbringungsvarianten: Das Wasser kann per Gießarm, über die Heckausbringung oder 25 Meter Schlauchhaspel eingebracht werden. Das Fass ist seit der Auslieferung am 23. Juni täglich im Einsatz.

Außerdem sind diverse andere Geräte im Einsatz: Unter anderem ein Tankfahrzeug mit Gießarm für die Wechselbepflanzungen zum Einsatz für rund 100 Pflanzkübel und 340 Dauerpflanzbeete, ein Pritschentransporter mit Anhänger mit 2 Fässern von je 1.200 Litern zum Einsatz im Straßenbegleitgrün, den 230 städtischen Wassersäcken an Bäumen und bei Bodendeckern und Neupflanzungen sowie ein Kleinschlepper mit Anhänger und zwei 600-Liter-Fässern zum Einsatz im Straßenbegleitgrün.

Weiter ist ein Kleintransporter mit einem 1.000-Liter-Fass zum Einsatz in Park- und Grünanlagen unterwegs, zwei Mitarbeiter, die in Parkanlagen über Standrohren bewässern und Beregner installieren und überwachen sowie zwei Mitarbeiter „auf den Friedhöfen mit Schläuchen rund um die Tagesschichtuhr“, so Kuhlen, der erläutert, dass „neben festen Touren nach bewährten, vorgegebenen Listen und Intervallen auch kurzfristig spontane Wässerungen nach Bedarf“ statt.

Viel Wasser, Personal im Einsatz – und Hoffnung am Start: Zum einen, damit möglichst viel Grün trotz Dürre und Hitze retten zu können. Und zum anderen, dass es endlich mal ausgiebig regnet…