Außengastronomie-Willich

Unterstützung der Stadt für Einzelhandel und Gastronomie gibt es jetzt in Sachen Umsetzung der beschlossenen Gestaltungsleitlinien: Konkret ist von der Stadt ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt worden.

Die Vorgeschichte

Als ein Projekt zur Verbesserung der Gestaltungsqualität in der Innenstadt wurden – im Zusammenhang mit der Neugestaltung Marktplatz – „Gestaltungsleitlinien“ erarbeitet. Dazu hatte man interessierte Händler, Gastronomen und Eigentümer vor Ort im Rahmen eines Workshops an einen Tisch geholt. Ziel: Mit Leitlinien soll anhand von Empfehlungen und in Blick auf gute Beispiele die künftige Gestaltung des innerstädtischen Gewerbes, des Eigentums und des öffentlichen Raums verbessert und ein Stück weit auch vereinheitlicht werden. Wobei genug Raum für Individualität bleiben soll: Die Leitlinien ermöglichen mit wenigen klaren Regeln bewusst einen großen Handlungsspielraum.

Gregor Nachtwey, Technischer Beigeordneter: „Mit dem Förderprogramm sollen nun Gewerbetreibende bei konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Gestaltungsleitlinien auch finanziell unterstützt werden: Das Programm soll Anreize bieten – zum Beispiel für die Erst- oder Neubeschaffung von Mobiliar oder Werbeanlagen.“

Viele Dinge werden gefördert

Gefördert werden „Maßnahmen am Baukörper“ oder „unmittelbar vor der Gewerbeeinheit im öffentlichen Raum“: Am Baukörper können das frei auf der Fassade montierte Einzelbuchstaben, Schriftzüge oder Flachschilder sein; aber auch integrierte Lösungen in Markisen oder Baldachine, in den Straßenraum auskragende Aussteckschilder, Aufmalungen auf der Fassade oder Schaufenster-Beklebungen kommen in Frage.

„Vor der Gewerbeeinheit“: Hinter diesem eher technischen Begriff verbergen sich Gastronomiemöblierung, Schirme, Witterungsschutz, Warenauslagen, Kundenstopper oder auch mobile Pflanzen – und natürlich sollen sich die Maßnahmen möglichst an guten Beispielen eines Gestaltungshandbuches orientieren, das kostenlos zur Verfügung steht: Es heißt „Hilfen für gute Gestaltung“ und bietet neben ganz konkreten Beispielen eben auch wichtige Hinweise, zum Geltungsbereich, zu Einzelmaßnahmen, Ansprechpartnern und vieles mehr.

Formales und rechtlicher Rahmen

  • Antragsberechtigt sind Eigentümer sowie Mieter mit Zustimmung des Eigentümers, die Förderung beträgt 25 Prozent der Herstellungskosten (Maximalwert 2.000 Euro pro Gewerbeeinheit) und ist als reiner Zuschuss zu verstehen: zurückgezahlt werden muss nichts.
  • Der Fördertopf ist nicht unerschöpflich: Ab dem 1. April können Anträge gestellt werden – und es gilt das Motto, nach dem zuerst mahlt, wer zuerst kommt. Zeitfenster: Das Programm endet am 31.12.2022.
  • Förderanträge gibt’s zu Fuß bei der Stadt (Technisches Rathaus Neersen, Geschäftsbereich Stadtplanung) oder auch online: www.stadt-willich.de/de/wirtschaftundverkehr/integriertes-handlungskonzept-alt-willich. Dort gibt es auch detaillierte Informationen zu Förderbedingungen, Antragsstellung und sonstigen Bestimmungen.
  • Den rechtlichen Rahmen bilden Werbeanlagensatzung und Gestaltungsrichtlinien der Stadt; nur diese rechtliche Verbindlichkeit sorgt letztlich für eine Umsetzung der Gestaltungsleitlinien. Sie treten zum 1. Juni 2019 in Kraft.
Nachtwey: „Die Experten in unserem Team Stadtentwicklung stehen im Übrigen gerne jederzeit beratend zur Seite: Wir freuen uns, gemeinsamen mit allen Beteiligten zu einer attraktiven und einladenden Innenstadt beizutragen.“