GGS Wekeln: Monsterhaftes Mitmach-Hörspiel fördert talentierte Lesekinder

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Foto: härmanz

Das Mitmach-Hörspiel „Der Kinderfresser kommt! – Keine Angst vorm Monster unterm Bett“ hat in Willich am Niederrhein in der GGS Wekeln Station gemacht und begeisterte Kinder, Eltern und Lehrer.

Ein kartoffelförmiges Monster kommt unter einem Bett hervorgekrochen und schnappt ohne Zögern zu, das Mädchen namens Cilly schreit entsetzt auf, als es in seinem riesigen Maul landet. Aus der Aula der GGS Wekeln ertönt an diesem Mittwochvormittag lautes Getöse und haarsträubendes Kindergeschrei. Aber von Angst keine Spur, die haben weder Cilly, noch die Kinder im Publikum.

Monstersprache und Rülpsmeister

Schon im ersten Kapitel des Mitmachhörspiels haben sie nämlich erkannt, dass das Monster namens „Kinderfresser“ trotz seines gruseligen Namens ein richtig netter Kerl ist. Und Cilly kein bisschen in Gefahr. Hinter einer kleinen Theke stecken Kinderhände in bunten Wuschelfiguren mit riesigen Kulleraugen und lassen die Monsterpuppen im Takt der Rufe aus dem Publikum tanzen. Mit begeisterten „Eiku-Diku!“-Rufen begrüßen die Schüler die Kinder des Monsters in ihrer Monstersprache.

Das Erlernen der Monstersprache und viele andere verrückte Dinge passieren im Mitmach-Hörspiel von AutorKlaus Strenge, bei dem es nicht nur viel zu hören und erleben gibt, sondern auch aktiv viel zu tun für die Kinder im Publikum: Denn der Autor selbst hat sein Hörspiel so umgeschrieben, dass die Kinder selbst als Geräuschemacher für Donner, Regen, Wind und andere Sounds sorgen müssen, um dem Hörabenteuer Lebendigkeit und Spannung zu verleihen. Sogar ein „Rülpsmeister“ kommt zum Einsatz, der mit seinem Rülpsen das Haus zum Wackeln bringen muss. Geräusche-Dirigentin Andrea Herrmann fängt während der Vorstellung mit einem langen Mikrofon unermüdlich Töne ein. Sie sorgt dafür, dass die Geräusche von Tüten, Trommeln, Holzklötzen und anderen Alltagsgegenständen auf den Punkt genau ertönen, um Autor Klaus Strenge und sein Sprecher-Ensemble bei der Lesung zu unterstützen.

Nachwuchs-Talente und ein gutes Ende

Klaus Strenge zeigt sich auf der Hörspiel-Bühne nicht nur als fantasievoller Autor, sondern als wahrer Lese-Akrobat. Gekonnt wechselt er von der Lesestimme des Erzählers in die Rolle des bösen Hustenmachers, spricht dann den etwas dämlichen Kaffter und sorgt mit seinen Stimm- und Mimikvarianten für mal für Spannung, mal für Erheiterung im Kinderpublikum.

Neben seinem technisch-musikalischem Begleiter Peter Wieschermann gehören 9 lesetalentierte Schüler der GGS Wekeln zum Sprecherensemble der Vorstellung. Charlotte, Diana, Emma, Julia, Benjamin, Charlotte, Jakob, Paula und Paul wurden auf diese Aufgabe schon im Vorfeld vorbereitet und meistern diese ebenso ausgezeichnet wie ihre Profi-Kollegen. Stolz zeigen sie und die anderen Lesekinder ihr Autogrammplakat mit Widmung des Autors, das sie als Auszeichnung für ihre tolle Leistung als Nachwuchs-Sprecher erhalten haben.

Und so schaffen es alle mit vereinten Kräften, eine tolle Vorführung zu erleben, bei der die Guten am Ende gewinnen und der Böse auf Nimmerwiedersehen davonfliegt. Für die Kinder im Publikum ein tolles Hörerlebnis mit viel Lehrreichem, denn im Stück erfahren sie ganz nebenbei das größte Geheimnis des Universums und erhalten außerdem eine wichtige Botschaft von Albert Einstein.

Monstermäßiges Glück für die GGS Wekeln

Zahlreiche Schulen hatten sich für das Mitmach-Hörspiel mit dem Titel „Der Kinderfresser kommt! – Keine Angst vorm Monster unterm Bett“ beworben, einer spannenden Geschichte rund um ein raues aber äußerst liebenswertes und hilfsbereites Monster, das Kinderangst in Kindermut verwandelt. Die GGS Wekeln zählt zu den 13 glücklichen Schulen aus NRW, die für eine Förderung durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West ausgewählt wurden.