Foto: Grüne Willich

Entgegen der ursprünglichen Planung fand die Mitgliederversammlung der GRÜNEN Willich nicht im Schlossgarten Neersen, sondern auf Grund des drohenden Gewitters am 27. Juni in der Niershalle statt. Mit einer umfangreichen Tagesordnung voller notwendiger Wahlen zur Kommunalwahl, starteten die anwesenden Mitglieder mit Dr. Raimund Berg unter dem Motto „Der Blick fürs Ganze“ in die Wahlversammlung.

Die vom Vorstand vorgeschlagenen 24 Wahlkreiskandidaten und der Stellvertreterinnen und Stellvertreter der einzelnen Willicher Wahlbezirke wurden einstimmig angenommen. Die Spitzenkandidaten der Reserveliste, Bürgermeisterkandidatin Claudia Poetsch und Fraktionsvize Christian Winterbach wurden ebenfalls einstimmig gewählt, wie auch die übrigen 32 Kandidat/innen der Reserveliste.

Unmittelbar vor Wahl der vom Vorstand vorgeschlagenen Bürgermeisterkandidatin Claudia Poetsch, stellte sie sich mit einer flammenden Grundsatzrede über ihre Ziele allen Mitgliedern ausführlich vor. „Ihr seid hier, weil wir uns gemeinsam einsetzen wollen für eine bessere Zukunft für uns, für unsere Kinder und unsere Enkelkinder. Den Spruch, ‚Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt‘ gibt es schon ewig und war noch nie so richtig und wichtig wie heute!“ warf sie leidenschaftlich ins Publikum. „Wir wollen, nein wir müssen mitentscheiden, wenn es um die Frage geht, in welcher Welt wollen wir eigentlich leben? – auch und gerade hier in Willich“, fuhr Claudia Poetsch fort.

Claudia Poetsch ist verheiratet mit Winfried Poetsch und hat die zwei volljährigen Töchter Jana und Julia. Sie ist 56 Jahre alt und Beruf Diplom Verwaltungswirtin. Sie wohnt mit ihrer Familie seit über 20 Jahren in Willich. Mit 27 Jahren Berufs- und Führungserfahrung in der Kommunalverwaltung bringe sie ausreichend Erfahrung für das Bürgermeisteramt mit, fügt sie an. „Mit dem Blick fürs Ganze werde ich alles geben, um erste hauptamtliche Bürgermeisterin in Willich zu werden. Wir sind bereit und in der Lage die neue Rolle als Gestalter anzunehmen und damit Verantwortung zu übernehmen und deshalb sage ich euch mit absoluter Überzeugung: seid mutig und selbstbewusst im Wahlkampf, auf uns kommt es an!“, sagte sie selbstbewusst und mit fester Stimme. Und weiter äußerte sie ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung.

„Ich stehe hier als unabhängige Kandidatin, für alle Willicherinnen und Willicher. Ich bin niemandem, keinem Verein, keiner Organisation und keiner Firma zu irgendetwas verpflichtet. Meinen Wahlkampf und den unserer Partei finanzieren wir ganz allein aus eigenen Mitteln und, das ist mir besonders wichtig herauszustellen, mit eurer Hilfe und Unterstützung“. Claudia Poetsch verwies noch auf ihre 10 Ziele, die auf ihrer Webseite claudia-poetsch.de zu finden sind. Dann begann der Wahlgang nach dem unter großem Applaus, die einstimmige Wahl von Claudia Poetsch zur Bürgermeisterkandidatin bekannt gegeben wurde.

Nach der einstimmigen Entlastung des bisherigen Vorstandes, folgte die ebenfalls einstimmige Wahl des neuen Vorstands der GRÜNEN in Willich. Vor der Wahl bedankte sich der aus dem Vorstand ausscheidende und zukünftige Kämmerer der Stadt Willich Dr. Raimund Berg, mit emotionalen Worten für das Vertrauen der Mitgliederinnen und Mitglieder in seine langjährige politische Arbeit. Die Qualität seiner Arbeit wurde im Anschluss von allen Anwesenden durch minutenlangen, stehenden Applaus gewürdigt. Der neue Vorstand setzt sich nun zusammen aus der Führungsdoppelspitze Claudia Poetsch und Merlin Praetor, dem alten und neuen Kassierer Bernhard Fleischer. Beisitzer und Beisitzerinnen sind Andrea Kiontke, Agnes Ortmanns, Paul Muschiol und Christian Winterbach. Sina Kingen wurde in ihrem Amt als Geschäftsführerin bestätigt, Eib Eibelshäuser als Medienbeauftragter ebenfalls.

Die Mitgliederversammlung wurde gegen 15 Uhr mit Abschlussworten von Ratsmitglied Christian Winterbach beendet. Er betonte darin, die aus seiner Sicht einmalige Parteiharmonie der Willicher GRÜNEN. Man würde sich zwar untereinander hart an der Sache reiben, ohne aber einzelne Personen in eine persönliche Auseinandersetzung zu ziehen. Das sei, so Winterbach, nach seiner langen politischen Erfahrung, nicht immer selbstverständlich. Er freue sich darauf, mit neuer personeller Zusammensetzung und den damit verbundenen unterschiedlichsten Expertisen seiner Mitstreiter, in den Wahlkampf zu starten. Aus seiner Sicht haben die GRÜNEN in Willich heute einen Grad der Professionalität erreicht, den man vor ein paar Jahren nicht hätte erwarten können.