Foto: Grüne Willich

Die Willicher Wegränder und Begleitgrün sollen insektenfreundlicher werden. Darüber hinaus führen die reduzierten Pflegeintervalle zu Kosteneinsparungen. Durch das Verschwinden von Wildblumenwiesen in den letzten Jahren, sind Wegränder und Begleitgrüns zum Rückzugsraum für Tier- und Pflanzenarten geworden.

Straßenbegleitgrün mit sogenanntem Unkrautbewuchs, werden nicht selten von Insekten im Larvenstadium bewohnt. Wegränder und Begleitgrüns sind sowohl Rückzugsortals auch Nahrungsquelle. Schmetterlingsraupen oder Larven von Käfern und anderen Insekten ernähren sich vorwiegend vom Blattwerk dort wachsender Pflanzen.

Die Willicher GRÜNEN setzen sich dafür ein, auf das Zurückschneiden des Straßenbegleitgrüns weitgehend zu verzichten, sofern dies nicht zur Erfüllung der Verkehrssicherheit geboten ist. Paul Muschiol, Obmann der GRÜNEN in Willich, möchte diese Lebensräume so weit wie möglich schützen und erhalten. Positiver Nebeneffekt: Die Kosten der Pflegearbeiten reduzieren sich automatisch – eine Maßnahme die im Rahmen der zu erwartenden niedrigeren Einnahmen auch die öffentlichen Kassen entlastet.

Dieses Beispiel zeigt, dass ökologische und wirtschaftliche Maßnahmen sich nicht zwangsläufig ausschließen. „Eventuell könnte man einen Teil der eingesparten Kosten in die Bepflanzung weiterer pflegeleichter Wildblumenwiesen investieren“ erhofft sich Muschiol als weitere positive Effekte.