Foto: Grüne

Der Willicher Marktplatz wurde mit viel Aufwand neu gestaltet und vor gut einem Jahr den Willicher Bürgerinnen und Bürgern zurückgegeben. „Offenbar hat man bei der Planung und Ausführung aber nicht an alle Bürgerinnen und Bürger gedacht“, beklagt Claudia Poetsch, Ausschussvorsitzende des Sozialausschusses.

Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Besucherinnen und Besucher des Marktplatzes sowie der dort ausgerichteten Veranstaltungen wie dem Feierabend-Markt haben keine Möglichkeit eine barrierefreie Toilette aufzusuchen. „Eine Frau, die dauerhaft auf ihren Rollstuhl angewiesen ist hat mir berichtet, dass sie gut überlegen muss, ob sie noch ein Wasser bestellt. Sobald sie zur Toilette muss, ist sie gezwungen die Veranstaltungen zu verlassen, um nach Hause zu fahren. Der gesellige Abend ist dann für sie aber auch für ihre Familie beendet,“ so Poetsch.

Auch erblindete oder Menschen mit starker Sehbeeinträchtigung haben es auf dem Willicher Markplatz und auf dem Kaiserplatz schwer. Hier fehlt vor allem ein Blindenleitsystem, das die Wasserrinne und das Wasserspiel kennzeichnen. Die Wasserrinne stellt eine Stolperfalle dar, die zu gefährlichen Stürzen führen kann. Auch das Wasserspiel auf dem Willicher Marktplatz kann von blinden oder stark sehbehinderten Menschen nicht frühzeitig erkannt werden.

„Ungewollt dadurch zu laufen und mit nassen Schuhen und Hosen weitergehen zu müssen, kann gesundheitliche Folgen haben, ist aber vor allem für die Betroffenen beschämend“, beklagt Poetsch. Dies darf im Sinne einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung nicht länger toleriert werden. Deshalb fordern die GRÜNEN mit ihrem Antrag die unverzügliche Errichtung einer öffentlichen barrierefreien Toilettenanlage auf dem Willicher Marktplatz sowie ein Blindenleitsystem zur Kennzeichnung der Wasserrinne und des Wasserspiels.