Zur Geburt eines Kindes einen Baum pflanzen – diese schöne alte Tradition soll in Willich demnächst auch möglich sein. Deshalb fordert die GRÜNE Jugend Willich die Verwaltung auf, dieses Konzept zu prüfen und eine Kostenübersicht zu erstellen.

Das Konzept sieht vor, dass für jedes zehnte Neugeborene in Willich ein Baum an einer zentralen Stelle gepflanzt wird. Dies macht bei aktuellen Zahlen ungefähr vierzig Bäume pro Jahr. Die Bäume können den Kindern zugeordnet werden, zum Beispiel mit Namenstafeln. Ziel ist es, über das Konzept des Babywaldes den Baumbestand in der Stadt Willich zu erhöhen.

Wünschenswert wäre es, wenn die Babybäume zusammen einen Babywald ergeben. Auch die Anlage einer Streuobstwiese wäre eine Option. Es ist ebenfalls erdenklich, diese Bäume einzeln oder als kleine Gruppen zusätzlich im Stadtbild einzubringen. Dabei sollte ein Babybaum aber keinen Baum ersetzen, der dort ansonsten auch stehen würde. Ruben Wippermann, Fraktionsmitglied der GRÜNEN, weist darauf hin, dass der Nutzen der Bäume sich über verschiedene Kategorien erstreckt. Einerseits dienen sie der Gesellschaft, sie haben also gemeinschaftlichen Nutzen, andererseits erfüllen sie ihre Zwecke für eine gesunde Umwelt und leisten ihren Beitrag zur Energiegewinnung.

Bäume verändern unsere Umwelt, indem sie das Klima beeinflussen, die Luftqualität verbessern, Wasser speichern und Tieren Schutz bieten. Bäume schützen außerdem vor zu intensiver Sonneneinstrahlung, bei Wind und Regen. Zu starke Bestrahlung der Sonne wird im Sommer von den Blättern der Bäume absorbiert oder abgestrahlt, während sie im Winter von den Ästen lediglich gefiltert wird.

Durch Bäume wird die Luftqualität verbessert. Die Blätter filtern die Luft, die wir atmen, und befreit sie von Staub und anderen Partikeln. Der Regen wäscht diese dann von den Blättern. Diese absorbieren Kohlendioxid aus der Luft und wandeln es in Kohlenhydrate um, die wiederum in der Struktur der Pflanze und für deren Funktion gebraucht werden. In diesem Prozess absorbieren die Blätter auch andere Umweltgifte, wie Ozon, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und geben sie wiederum als Sauerstoff ab.