Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich hat eine unverzügliche und vollständige Umstellung der Stromversorgung durch die Stadtwerke Willich auf regenerative Stromerzeugung beantragt. So sollen die Stadtwerke Willich ihre bisherigen Tarife ohne Preissteigerung vollständig auf Ökostrom umstellen.

„Willich soll nach Beschluss aller Ratsfraktionen bis 2030 klimaneutral sein, hierfür müssen wir die größte und wirtschaftlich ineffizienteste Quelle von CO2-Emissionen abschalten – und das ist Stromerzeugung aus Kohle“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Winterbach. In den letzten Jahren stammten zwischen 35 und 40% der CO2-Emissionen aus der Energiewirtschaft, obwohl hierdurch weniger als 20% unseres Gesamtenergiebedarfs gedeckt wurde.

Der Parteivorsitzende Merlin Praetor stellt hierzu fest: „2020 wurde erstmals mehr als 50% des Stroms in Deutschland durch Sonne und Wind erzeugt. Viele Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit erkannt und sind zu Ökostromanbietern geworden. Das wollen wir für Willich auch erreichen.“ Aus Sicht der GRÜNEN soll die Umstellung im Rahmen des üblichen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs der Stadtwerke erreicht werden. „Wir wissen, dass die Strombeschaffung einigen Vorlauf hat. Wenn jetzt nur noch regenerativ erzeugter Strom eingekauft wird, bekommen wir demnächst einfach eine Stromrechnung wie immer, nur dass bei der Darstellung der verursachten CO2-Emission 0 kg steht“, führt Praetor weiter aus.

Christian Winterbach ergänzt: „Natürlich muss der regenerative Strom auch irgendwo erzeugt werden. Wir haben in Willich Tausende von Dachflächen, die gemäß Solarkataster der Stadt Willich von 2013 geeignet für Photovoltaik-Anlagen sind. Da ist viel zu wenig passiert. Nach den letzten drei Dürre-Sommern sollte eigentlich jeder eine Vorstellung entwickeln können, was Klimawandel bedeuten kann. Wir müssen jetzt gegensteuern!“