Merlin_Praetor
Fotos: Horst Wiedemann

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind irritiert über die geäußerten, kritischen Anmerkungen zur Wahl des Beigeordneten und Kämmerer, der mehrheitlich durch den Stadtrat in seiner letzten Sitzung 24. Juni 2020 gewählt wurde.

Für die Auswahl des besten Kandidaten zum Beigeordneten und Kämmerer für Willich, wurde von allen Parteien einstimmig, laut Ratsprotokoll vom 30.01.2020, das gleiche Verfahren bestimmt, welches bereits für die Wahl zum Technischen Beigeordneten in 2018 durchgeführt wurde. Somit stimmten auch „Für Willich“, FDP und SPD für dieses Verfahren. Die Gewinnung von Kandidaten und die Durchführung der Vorauswahl wurde von demselben erfahrenen externen Personaldienstleister übernommen, wie auch bereits für den Technischen Beigeordneten. Dabei waren im jetzigen Verfahren über 70 Kandidaten im Gespräch und es lagen einige schriftliche Bewerbungen von qualifizierten Kandidaten vor.

Nachdem drei besonders geeignete Bewerber vom Personaldienstleister identifiziert worden waren, hat sich nur Dr. Raimund Berg der Vorstellung bei den Ratsfraktionen gestellt, wie in der Ratsvorlage vom 24.06.2020 unter TOP5 nachzulesen. „Dort hat er mit seinen fachlichen Qualifikationen und seiner Persönlichkeit über die Parteigrenzen hinweg überzeugt“, so Parteivorsitzender der GRÜNEN, Merlin Praetor.

Landrat Dr. Andreas Coenen hat im Vorfeld das Verfahren geprüft und den Bewerber Dr. Berg als geeignet bestätigt. Wie auch bei der Wahl zum Technischen Beigeordneten ist es durchaus üblich, dass andere Bewerber ihre Kandidatur kurz vor der Wahl zurückziehen oder wie bei der erstmaligen Wahl des aktuellen Kämmerers Willy Kerbusch geschehen, dass nur eine Person zur Vorstellung in den Fraktionen und zur Wahl im Stadtrat steht. Merlin Praetor hierzu: „Über die Gründe des Rückzugs kann nur spekuliert werden, da der Politik die Namen wie üblich nicht bekannt sind. Bei der aktuellen Kritik an diesem Verfahren, kann es sich somit nur um Wahlkampf-Getöse der anderen Parteien handeln.“

„Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie mit bisher schon 13 Mio. Euro Defizit im städtischen Haushalt und dem offensichtlich fortschreitenden Klimawandel sollte sich Politik wieder auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren.“ BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN freuen sich, einen so hoch qualifizierten und mit der Stadt vertrauten neuen Beigeordneten und Kämmerer gewonnen zu haben, der sich für die Belange der Stadt Willich einsetzt und die zukünftigen Herausforderungen mit dem Rat gemeinsam angehen möchte.