Fahrradfreundliche Stadt Willich

„Inzwischen wollen alle Fraktionen im Rat der Stadt zur Lösung der Verkehrsprobleme die Förderung des Fahrradverkehrs in unserem Stadtgebiet – jedenfalls hatten sich FDP und SPD hierzu auch zuletzt wieder öffentlich bekannt“, so die Willicher Grünen in einer Mitteilung gegenüber unserer Redaktion.

Doch ein entsprechender Haushaltsantrag der GRÜNEN zur Förderung von barrierefrei zugänglichen, witterungsgeschützten und sicheren Fahrradstellplätzen insbesondere bei älteren Geschosswohnungsbauten wurde mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP im letzten Planungsausschuss (03.03.) abgelehnt.

„Wenn wir die Nutzung von Fahrrädern voranbringen wollen, müssen Fahrräder problemlos und schnell einsatzbereit sein. Ein Hochtragen über Kellertreppen oder Rumrangieren in Garagen hält viele potentielle Nutzer vom Fahrrad ab“, so Manuel Zach, Mitglied der GRÜNEN im Planungsausschuss. „Wir wollten über eine gedeckelte Zulage von 10% zu den Investitionskosten Eigentümer oder Eigentümergemeinschaften animieren, in zeitgemäße Unterstellplätze zu investieren. Auch die Verwaltung brachte hierzu ergänzende Ideen ein“, so Zach weiter.

Aber für private Investitionen wollten die genannten Fraktionen keine Fördergelder bereitstellen. „Es gehört zum Wesen von Förderprogrammen, dass dabei öffentliche Gelder als Anreiz für weitergehende private Investitionen eingesetzt werden. Das gilt bei der Förderung von Elektroautos, bei KfW-Programmen zur Unterstützung barrierefreier Bäder oder energetischer Sanierungen genauso wir für die städtischen Zuschüsse für Gewerbetreibende zu gestalterisch abgestimmten Außeneinrichtungen. Wieso das bei Fahrradunterstellplätzen auf einmal ein Problem sein soll, ist für uns vollkommen unverständlich“, ergänzt Christian Winterbach, Obmann der GRÜNEN im Planungsausschuss.