Foto: Bündnis90/Die Grünen

Claudia Poetsch, die Bürgermeisterkandidatin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Willich, hat ihr Wahlprogramm vorgelegt. Bereits seit ihrer Vorstellung Ende März konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger auf ihrer Website die 10 wichtigsten Ziele einsehen, die sie als Bürgermeisterin umsetzen möchte. Nun folgt das komplette Wahlprogramm und beschäftigt sich ausführlich mit allen wichtigen Themen, die Willich in den nächsten Jahren betreffen werden.

Dass „Klimakrise“ das erste Wort des Wahlprogramms ist, verwundert nicht. Claudia Poetsch möchte Willich zu einer effektiv nachhaltigen und klimaneutralen Kommune weiterentwickeln. Das einstimmig vom Stadtrat verabschiedete Konzept „Global Nachhaltige Kommune“ soll gleichzeitig Leitlinie und Selbstverpflichtung für eine Bürgermeisterin Claudia Poetsch sein. Ziel ist ein klimaneutrales Willich bis 2030.

Als nächstes – und auch das darf durchaus als Statement verstanden werden – beschäftigt sich Poetsch in ihrem Wahlprogramm mit der Stabilität der lokalen Wirtschaft. „Es muss gelingen, Ökologie und Ökonomie nicht als Gegenpole unterschiedlichen Handelns zu sehen.“, heißt es dort. Die Bürgermeisterkandidatin möchte gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung unkomplizierte und individuelle Hilfen erarbeiten und Unternehmerinnen und Unternehmer durch die Corona-Krise wieder zu bekannter Stärke führen. Weitere zentrale Punkte für Poetsch sind flächendeckender Glasfaser- und Mobilfunkausbau und eine umfassende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Dies sind laut Poetsch substanzielle Wachstumshebel für den Wirtschaftsstandort Willich und gleichzeitig die Bedingungen, dass sie ein neues Gewerbegebiet Münchheide V mitträgt.

Im Politikfeld von Sicherheit und Ordnung macht sich Poetsch für eine flächendeckende ärztliche Versorgung und eine Aufstockung des kommunalen Ordnungsdienstes sowie für eine bessere Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden von Kreis und Nachbarstädten stark. Explizit geht sie auch auf die Freiwillige Feuerwehr ein und verspricht Unterstützung „ohne Wenn und Aber“.

Claudia Poetsch fordert einen Masterplan „Kinder und Jugend in Willich“. Wohnortnahe Betreuungsplätze, beste Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und naturnahe und abwechslungsreiche Spielplätze, Schulhöfe und Kita-Außengelände sind das Ziel. Für junge Erwachsene sieht Poetsch das unzureichende Angebot an bezahlbaren Wohnungen und das schlechte ÖPNV-Angebot als größte Probleme. Sie möchte sich hier verstärkt engagieren, damit junge Menschen trotz Ausbildung oder Studium in den Nachbarstädten in Willich wohnen bleiben.

Unter der Überschrift „Willich für alle“ setzt sich die Bürgermeisterkandidatin der GRÜNEN für ein besseres soziales Miteinander und Inklusion ein. Doch auch Kinder- und Altersarmut sowie das Ehrenamt hat Poetsch im Blick und verspricht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle. „Egal ob jung, alt, krank oder mit Behinderung.“

Die Punkte „Bauen und Wohnen“, „Mobilität“ sowie „Verkehr“ beschäftigen sich unter anderem mit einer nachhaltigen Innenstadtentwicklung, barrierefreiem und generationsübergreifendem Wohnraum und dem ÖPNV-Ausbau. Poetsch missfällt „den Staus planlos immer neue Straßen hinterherzubauen“ und denkt alternativ zum Beispiel an einen Bus-Ringverkehr durch alle vier Ortsteile, den Ausbau der Regio-Bahn S 28, eine Direktverbindung vom Anrather Bahnhof zum Hauptbahnhof Düsseldorf sowie flächendeckend Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Die regionale Spitzenposition der Willicher Schulen in Sachen Ausstattung und Gebäudezustand möchte Claudia Poetsch absichern – beispielsweise durch freiwerdende Investitionsmittel im Haushalt nach Abschluss der gerechtfertigten millionenschweren St.-Bernhard-Sanierung.

Die hierfür seit Jahren eingestellten Haushaltsmittel müssen in den kommenden Jahren fortgeschrieben und zur baulichen Qualifizierung auf weitere Schulen mit alter Bausubstanz umgeleitet werden. „Ich denke da ganz konkret an die Robert-Schuman-Europaschule,“ so Poetsch. Das in der Erstellung befindliche neue Konzept zur Offenen Ganztagsschule (OGS), in Verbund mit Schulentwicklungs- und Medienplanung, soll konsequent umgesetzt werden. Auch digitale Angebote und ein besserer Austausch der Willicher Schulen untereinander möchte Poetsch fördern.

„Verwaltung“ und „Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz“ sind für die Bürgermeisterkandidatin untrennbar verknüpft. Poetsch, beruflich im Landesinnenministerium für digitale Verwaltungsarbeit verantwortlich, möchte die digitalen Angebote für Bürgerinnen und Bürger ausbauen und durch Open-Data mehr Transparenz und Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung schaffen.

Unter der Überschrift „Landwirtschaft“ stellt Claudia Poetsch klar, dass für sie Landwirtschaft und Naturschutz kein Widerspruch sind. „Das Ausspielen der Interessen von Bio-Anbau und konventionellem Anbau muss aufhören“, schreibt Poetsch und geht darauf ein, dass gesunde Böden und Gewässer im eigenen Interesse von landwirtschaftlichen Familienbetrieben sind. Hier geht es um ihre Existenzgrundlagen. Für Kitas und Schule fordert sie Essen aus 100 Prozent regionalem und mindestens 50 Prozent ökologischem Anbau. „Dies fördert unsere Landwirtschaft und bietet zugleich unseren Kindern frische und gesunde Mahlzeiten“, so Poetsch.

„Natur-, Umwelt- und Tierschutz“ sind für Poetsch als Kandidatin der GRÜNEN so zentrale Elemente, dass sie sich dafür einsetzen möchte das Thema als eigenständigen und übergeordneten Fachbereich im Rathaus zu installieren. Sie möchte den Flächenverbrauch auf ein unabwendbares Mindestmaß reduzieren, mehr Bäume, Hecken und eine zusammenhängende Waldfläche als Rückzugsmöglichkeit für Wildtiere auf den Weg bringen sowie den Tierschutzverein bei seinem Antrag auf ein Tierheim unterstützen. Auch der Gewässerschutz ist Claudia Poetsch wichtig, um „ökologisch vielfältige Naturgebiete für Pflanzen und Tiere zurückzugewinnen“.

Zum Abschluss beschäftigt sich das Wahlprogramm mit dem Thema „Einzelhandel und lebendige Ortskerne“. Als Bürgermeisterin möchte sich Poetsch für ein intensives Leerstandsmanagement stark machen, um alle Willicher Ortskerne differenziert und individuell zu gestalten. Ebenso möchte sie sich für „ein abwechslungsreiches und vielseitiges Kunst-, Unterhaltungs- und Kulturangebot in allen Ortsteilen“ einsetzen.

Claudia Poetsch schließt ihr Wahlprogramm selbstbewusst und schreibt, sie wird sich „als Bürgermeisterin stark machen für ein lebenswertes, wirtschaftlich starkes und zukunftsfestes Willich für alle!“ Das Wahlprogramm steht ab sofort auf ihrer Website claudia-poetsch.de in vollem Umfang kostenlos zur Verfügung. Die Bürgermeisterkandidatin der GRÜNEN ist weiterhin per WhatsApp, Facebook, Instagram und E-Mail zu erreichen. Für die Zeit weiterer Lockerungen in der Corona-Krise hat sie bereits Termine mit ihrem »GRÜNEN Sofa« in den Innenstädten geplant, um mit den Willicher Bürgerinnen und Bürgern auch persönlich und vor Ort ins Gespräch zu kommen.