„Hochwasserrisikomanagement-Planung“, Europäisches Parlament, Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes in nationales Recht – das alles klingt ein wenig weit weg und vor allem wenig konkret. Trotzdem ist der Bürger von dem Thema konkret betroffen – spätestens dann, wenn er das Wasser im Keller stehen hat und sich fragt, ob das nicht zu verhindern gewesen wäre…

Eben darum werden die Bürger im Rahmen des „Beteiligungsverfahrens im Rahmen der Aktualisierung der Hochwasser-Risikomanagementplanung in NRW 2019 – 2021“ nun konkret beteiligt. Ziel der „Hochwasserrisikomanagementrichtlinie“, 2010 in nationales Recht überführt, ist die Verringerung hochwasserbedingter Folgen für die vier „Schutzgüter“ menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe sowie wirtschaftliche Tätigkeiten und erhebliche Sachwerte. Die EU-Mit-gliedsstaaten wurden 2015 verpflichtet, Hochwasserrisikomanagement-Pläne aufzustellen und diese alle sechs Jahre zu prüfen und zu aktualisieren – also jetzt.

Inhalte des Hochwasserrisikomanagementplans sind unter anderem Schlussfolgerungen aus der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos anhand von Hochwasserrisiko- und Hochwassergefahrenkarten. Unter anderem müssen Pläne in einer „strategischen Umweltprüfung“ auf ihre Auswirkungen auf die natürliche Umwelt, den Menschen oder materielle Werte überprüft werden.

Für den Regierungsbezirk Düsseldorf liegen nun die beiden Hochwasserrisikomanagementpläne (für die Einzugsgebiete Rhein und Maas) sowie die dazugehörigen Umweltberichte im Entwurf vor und bis zum 22. Juni 2021 bei der Bezirksregierung Düsseldorf digital aus. Und die Bürgerinnen und Bürger haben eben die Gelegenheit, sich im Rahmen dieses Beteiligungsverfahrens einzubringen: Während der Offenlage können die Bürger eine Stellungnahme abgeben und ihre Meinung zu den vorgelegten Dokumenten äußern.

Alle Unterlagen stehen also bis zum 22. Juni auf der Internetseite https://www.beteiligung-online.nrw.de/bo_hwrmrl_2021/ zur Verfügung. „Die für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Willich relevanten Dokumente sind unter dem Thema „HWRM-Plan Maas“ und „Umweltbericht zum „HWRM-Plan Maas“ zu finden“, erläutert Fritz Friedrich vom Geschäftsbereich Stadtplanung.

Eine Stellungnahme ist bis 22. Juli möglich und kann direkt im System hinterlegt werden. Dabei ist Registrierung notwendig – die Daten werden natürlich entsprechend der geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet.

#Weitere Informationen und Unterlagen zum Hochwasserrisikomanagement in NRW (Berichte und Karten zur vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos 2018, Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten 2019, Maßnahmenplanung/Kommunensteckbriefe 2021) gibt es www.flussgebiete.nrw.de.