Foto: Stadt Willich

Wie wohne ich im Alter? Eine Frage, die sich viele Menschen stellen – und die jetzt auch beim Treffen der Gruppe „Gemeinsames Wohnen“ mit der Willicher Politik im Ratssaal des Schloss Neersen im Mittelpunkt stand. Hintergrund: Vor zwei Jahren wurde die Interessengruppe „Gemeinsames Wohnen“ (IGGW) gegründet.

Nach einer Anlauf- und Findungsphase geht es jetzt um die konkrete Arbeit an einem Konzept. Ein besonderes Modell für das Wohnen im Alter ist das Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Generationen: die Mehrgenerationen-Wohnanlage. Für dieses Modell hat sich die Gruppe entschieden. Kurzfristiges Ziel der Gruppe ist es, im engen Dialog mit der Kommunalpolitik Wege und Möglichkeiten für dieses Modell zu finden und vorzubereiten; mittelfristig soll ein Konzept erarbeitet werden, nach dem eine oder mehrere Wohnanlagen erstellt werden.

Der Einladung der IGGW an die Kommunalpolitiker zu einem Info Abend folgten fast alle Fraktionen, die im Rat der Stadt Willich vertreten sind. Den Abend leitete Jörg Lindenau als Sprecher der Gruppe ein: „Wir stellen unsere Wünsche und Anforderungen in den Raum, die Politik ist aufgefordert, die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine Realisierung zu setzen“.

In einer lebendigen Diskussion wurden die verschiedenen Aspekte der kommunalen Wohnungspolitik beleuchtet. Dabei wurden auch die unterschiedlichen Standpunkte zum Wohnungsbau deutlich.

Fakt ist, dass der Anteil der Menschen in Willich, die sich selbst aktiv um geeignete Wohnmöglichkeiten im Alter kümmern müssen, stetig steigt. Die Quartiersmanagerin Jeannette Gniot, die die Gruppe begleitet, bestärkt diesen Eindruck: „In meiner regelmäßigen Bürgersprechstunde ist das dominierende Thema der Schiefbahner: Wohnen im Alter.“

Der Abend schloss mit konkreten Verabredungen zur Zusammenarbeit; für den Herbst plant die einen öffentlichen Infoabend.

Weitere Infos: www.gemeinsames-wohnen-willich.de