Das Foto zeigt die , durch die Polizei sichergestellt, Pistole. Foto: Polizei

Unglaublich leichtsinnig und unüberlegt war das, was zwei 15 und 17 Jahre alte deutsche Jungs aus Willich am Freitag (11.10.) um 12:40 Uhr auf dem Bonnenring veranstaltet haben. Ganz besonders in der derzeitigen Lage ist die Polizei nach eigener Aussage nicht gewillt, so ein Handeln als „Dummer-Jungen-Scherz“ abzutun und hat Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet.

Um 12.45 Uhr meldete eine Anwohnerin zwei verdächtige junge Männer, die mit Schusswaffe bewaffnet auf dem Spielplatz Bonnenring unterwegs seien, wobei einer mit einer Pistole zielen würde. Ob die Jungs auch mit der Waffe geschossen haben, ist derzeit noch nicht bekannt, geladen zumindest war sie.

Sofort entsandte die Leitstelle der Polizei alle verfügbaren Einsatzwagen zum Bonnenring. Zwei Minuten nach der Meldung bereitete eine Streifenwagenbesatzung der Wache Willich dem Spuk ein schnelles Ende: Die beiden Jungs wurden kontrolliert und ihrer Softairwaffe entledigt. Die Einsatzkräfte stellten die Waffe sicher und fanden bei dem 17-jährigen auch noch eine Konsummenge Marihuana, was ihm eine weitere Anzeige beschert.

Wie die Polizei schon mehrfach betont hat: Das Mitführen von Waffen, die von echten Schusswaffen auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden sind, ist in der Öffentlichkeit verboten. Losgelöst von möglichen Strafen wegen des Mitführens einer Anscheinswaffe haben Waffen gleich welcher Art grundsätzlich – und in der aktuellen Situation abstrakter Anschlags- und Terrorgefahr schon mal gar nicht – auf Straßen überhaupt nichts verloren.

Beim „Spielen“ mit solchen Waffen in der Öffentlichkeit kann man überall zum Ziel polizeilichen Interesses werden. Sehr schnell läuft man als vermeintlich schwer Bewaffneter Gefahr, selber von Sicherheitskräften oder der Polizei verletzt zu werden. Diese Gefahren, wenn man dadurch Ziel eines Polizeieinsatzes wird, sind genauso wenig zu unterschätzen wie mögliche Verletzungen durch das Verschießen der Softairkugeln.

In Ihrem eigenen und im Interesse der Öffentlichkeit bittet die Polizei: Führen Sie diese Waffen nicht in der Öffentlichkeit mit, am besten vernichten Sie sie dauerhaft, damit auch unbedachtes „Spielen“ nicht zu einer Gefahr wird!