Jusos gedenken Opfer des Holocaust

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Foto: SPD Willich

Die Jusos Kreis Viersen haben in der vergangenen Woche mit einer Veranstaltung sowie mit einer Stolperstein-Putz-Aktion an die Opfer des Holocaust gedacht.

Am 23. Januar hatten die Jusos zum Vortrag „Verfolgung der Juden im Kreis Viersen zwischen 1933 – 1945“ ins SPD-Parteibüro geladen. „In Zeiten zunehmender antisemitischer Straftaten und Wahlerfolge für rechtspopulistische Parteien, wollen wir daran erinnern, was passieren kann, wenn man nicht immer wieder aufs Neue für unsere Werte und Demokratie einsteht,“ erklärte Lukas Maaßen, Vorsitzender der Kreisjusos zum Einstieg in die Veranstaltung.

Referent des Abends war Bernd-Dieter Röhrscheid, Historiker und Autor des Buches „Die Geschichte der Juden in Willich“. In dem rund 90-minütigen Vortrag skizzierte Röhrscheid mehrere Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aus dem Kreis Viersen in verschiedene Konzentrationslager deportiert und dort von den Nationalsozialisten ermordet worden. „Es ist erschreckend, dass diese Verbrechen auch hier in unserer Heimat passierten und sie niemand verhinderte“, so ein Besucher.

Vier Tage später, am Holocaust-Gedenktag, zogen die Jusos durch Schiefbahn und putzten rund 20 Stolpersteine, die an verschleppte und ermordete Juden erinnern. Hendrik Pempelfort, stellvertrender SPD-Fraktionsvorsitzender in Willich, las die entsprechenden Biographien vor.

Auch im kommenden Jahr wollen die Jusos mit einer Veranstaltung der Opfer des Holocaust gedenken.