von links: Gregor Nachtwey, Willy Kerbusch, Oliver Ruben, Christian Pakusch und Carl Smeets. Foto: Stadt Willich

Da blüht Willich was: Jetzt und bald. Aktuell noch jede Menge Wildblumen, bald jedoch rücken Baufachleute, Bagger und Maschinen an, um auf dem Gelände, das einst das Katharinenhospital beherbergte, das Projekt „Katharinenhöfe“ Wirklichkeit werden zu lassen. In unmittelbarer Nähe und auch fußläufig zur Willicher City angebunden entstehen an der Bahnstraße auf knapp 15.000 Quadratmetern Fläche rund 75 Eigentumswohnungen (50 bis 120 Quadratmeter, auch Penthousevarianten), 37 geförderte Mietwohnungen und bis zu fünf Gewerbeflächsen für Büros oder Praxen. Es werden rund 840 Quadratmeter Gewerbefläche realisiert, auf etwa 2700 Quadratmetern ist Einzelhandel vorgesehen.

Die Zahlen stammen von der bauausführenden Firma BPD (Bouwfonds Immobilienentwicklung, Gründung 1946 in den Niederlanden, einer der größten Projekt- und Gebietsentwickler in Europa und stark unter anderem in den Niederlanden und Deutschland aktiv), deren Vertreter Carl Smeets (Niederlassungsleiter NRW) und Oliver Ruben (Projektentwickler) sich jetzt vor Ort am frisch errichteten Bauschild mit Bürgermeister Christian Pakusch, dem Ersten Beigeordneten Gregor Nachtwey und dem GSG-Geschäftsführer Willy Kerbusch trafen, um quasi einen optischen Startschuss für dieses für Willich nicht nur wegen der Lage herausragende und langfristig bedeutsame Projekt zu geben. Vorfreude und Optimismus waren zwischen Bauschild und – übrigens sehr informativem – Bauzaun Trumpf. Apropos Startschuss: Derzeit läuft bei der Stadt Willich das Planfestungsverfahren, Ende des Jahres rechnet Nachtwey mit dem Satzungsbeschluss als Grundlage für das weitere Vorgehen, inzwischen entwickelt BPD das Projekt konkret weiter, Anfang 2022 sollen die Bagger rollen, die Fertigstellung ist für 2024 vorgesehen.

Grünes Wohnen im Fokus

Soweit der Blick nach vorn. Kurzer Blick zurück: Das 1963 errichtete Katharinen-Hospital wurde nach der von vielen bedauerten Schließung (2014) und einer Zwischennutzung durch das Land als Unterkunft für geflohene Menschen 2019 abgerissen. Die GSG kaufte das Areal, verkaufte es an die BPD, die das überzeugendste Konzept für die ortsnahe Fläche am Konrad-Adenauer-Park auf den Tisch gelegt hatte.

Um die künftige Nutzung des Areals hatten sich Politik und Verwaltung freilich schon vor mehr als fünf Jahren Gedanken gemacht. Bürgermeister Christian Pakusch im Schatten des Bauschilds: „Es wurde lange diskutiert und überlegt, um ein Optimum zu erreichen – und ich bin zuversichtlich, dass wir das hier realisieren können.“

„Grünes Wohnen mit urbanen Lebenskonzept“ ist das Ganze überschrieben, „Ein ganzes Bündel von Mobilitätsangeboten“, so Ruben, sei vorgesehen, um den motorisierten Individualverkehr einzudämmen. Konzept und Prospekt versprechen für alle Wohnungen außerdem hochwertige Ausstattung, „Lichtdurchflutung“, Balkone oder Loggien, Tiefgaragen- und Fahrradstellplätze. Carl Smeets: „In Anlehnung an den benachbarten Konrad-Adenauer-Park, der ja quasi in die Katharinenhöfe übergeht, soll sich das Quartier selbst durch eine hohe Biodiversität, erzeugt durch eine abwechslungsreiche Bepflanzung, auszeichnen – das wird eine hohe Aufenthaltsqualität auch außerhalb der eigenen vier Wände bieten.“

Der Konrad-Adenauer-Park wird perspektivisch nach der baulichen Fertigstellung der „Höfe“ dann ebenfalls umgestaltet und aufgewertet – „wobei wir den alten Baumbestand natürlich erhalten. Der Baumbestand bleibt erhalten – und unter anderem soll ein Outdoor-Fitnessbereich entstehen“, so Bürgermeister Pakusch, der das ganze Projekt als wesentlichen Baustein sieht, mehr Leben in die Innenstadt zu bekommen: „Die Katharinenhöfe werden Willich eine weitere Facette, ein neues Gesicht geben.“