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Kinderschutzbund äußert sich zum „Tag der gewaltfreien Eriehung“

von Willich erleben

Zum heutigen „Tag der gewaltfreien Erziehung“ (30.04.) fordert der Kinderschutzbund Willich e.V. Kinder jeden Alters bei Anzeichen von Gewalt- und Missbrauchserfahrungen anzuhören und ernst zu nehmen.

Kinder und Jugendliche haben seit dem Jahr 2000 das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. Auch Vernachlässigung und mangelnde Unterstützung sind eine passive Form von Gewalt. Besonders im Lockdown während der Corona-Pandemie gab es hohe Dunkelziffern, da Familien isoliert durch Homeoffice und Homeschooling überfordert, durch Kurzarbeit Geldsorgen hatten und wenig Unterstützung im Zusammenleben mit ihren Kindern ohne Kita und Schule erfuhren. Manchmal ist es anstrengend Familie, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen.

„Gerade in dieser schwierigen Coronazeit hat der Kinderschutzbund Willich mit einem Sorgentelefon, dass Norbert Maas betreute, versucht, die Probleme der Kinder und Eltern aufzufangen und unterstützende Hilfen anzubieten“, betont Christian-Mario Sagner Vorsitzender des Kinderschutzbund OV Willich e.V. Viele weitere Maßnahmen zielen beim Kinderschutzbund Willich darauf hin, Kinder zu stärken und auf ihre Rechte hinzuweisen. „Mit den Selbstbehauptungskursen versuchen wir Jungen und Mädchen in getrennten Kursen zu stärken sowie eigene Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen. Auch mit unserem neuen Kurs „Auf dem Weg zum Schulkind“ versucht der Kinderschutzbund Willich den Kindern spielerisch Rüstzeug für soziale Kompetenzen, Selbstvertrauen und Konfliktlösungen mitzugeben.“

„Mit der Einweihung eines „Platzes der Kinderrechte“ am Schloss Neersen in Willich wollen wir als Kinderschutzbund in der Stadt Willich unserem Bestreben Nachdruck verleihen, dass die Kinderrechte in diesem Jahr nun endlich im Grundgesetz verankert werden müssen, ohne die grundrechtlichen Interessen anderer Personen geringer zu veranschlagen. Für dieses Ziel kämpfen wir mit den anderen Ortsverbänden, dem Landes- und Bundesverband“, so Dieter Lambertz, stellvertretender Vorsitzender. „Unsere Kinder sind Superhelden gerade in der schwierigen Coronaphase und haben es verdient, dass wir Ihnen allen erdenklichen Schutz bieten und vor Gewalt schützen, sei es im familiären Umfeld, Kitas, Schulen, Vereinen oder anderen Einrichtungen. Daher ist es wichtig, dass in allen Institutionen Schutzkonzepte entwickelt werden, um entsprechend zu sensibilisieren, wenn Grenzen überschritten werden“, so Barbara Jäschke Pressesprecherin.

Der Tag der gewaltfreien Erziehung wird in Deutschland seit 2004 begangen. Er soll daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Zudem soll er Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen.

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