Foto: Gebhard Bücker

Das Jahr ist rum.  Nicht das kalendarische, das fehlt noch ein Viertel. Aber „mein“ erstes als Bürgermeister. „Die Zeit vergeht. Sie weiß es nicht besser.“ Wusste schon Kästner.

Verschiedentlich bin ich von Medien nach ersten Bilanzen gefragt worden. So sehr ich das verstehen, Fragen nach ersten „Rückblicken“ aus medialer Sicht nachvollziehen kann, natürlich auch geantwortet habe – so richtig rund fühlte sich das nicht an. Eigentlich ist ja alles gerade erst losgegangen.

Keine Frage: Ich bin inzwischen gut aus den Startblöcken gekommen – trotz der nicht unbedingt idealen Rahmenbedingung namens Corona. Ich bin angekommen. Gefühlt, aber auch de facto: Im anspruchsvollen Amt, im wunderschönen Schloss, in der motivierten Verwaltungs-Mannschaft. Es passt. Und läuft zunehmend rund. Was ich dann ja auch in den „Auftaktbilanzen“, nach denen ich verschiedentlich gefragt worden war, deutlich gemacht habe.

Gleichzeitig ist mir aber bei diesem ersten Blick zurück klargeworden, dass da so vieles „im flow“ ist: Der Weiterbau der S 28, der möglichst zügige Um- und Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle Bön-ninghausen, das Großprojekt Katharinenhöfe, die digitale Umwandlung auch der Verwaltung – um nur vier Projekte exemplarisch zu nennen. Vieles ist gut angestoßen, unterwegs, auf einem guten Weg. Dafür bin ich allen, die mit mir unterwegs sind, anschieben, beraten, sich mit ihrer Erfahrung einbringen, sehr dankbar.

Übrigens auch ausdrücklich denen, die nicht durchgehend schulterklopfend am Wegesrand stehen und „Super, Chris!“ brüllen, sondern vielleicht das ein oder andere konstruktiv-kritisch hinterfragen. Mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten. Oder vielleicht Aufmerksamkeit – auch meine – auf Felder lenken, die ich vielleicht nicht so im Fokus, im Blick habe. Auch dafür bin ich dankbar, eben auch das verstehe ich unter Teamarbeit: Gemeinsam am Großen, am Ganzen arbeiten, die Stärken des Nebenmanns unterstützen und nutzen, gleichzeitig aber auch als Experte die ein oder andere offene Flanke des anderen erkennen und konstruktiv arrondieren. Erfolg ist fast nie der Erfolg eines Einzelnen. Ich bin gerne Teamplayer.

Kurzer Blick nach vorn: Verstärkt angehen werde ich jetzt möglichst bald neben vielem anderen als „Erster Bürger“ und damit Repräsentant der Stadt eine Intensivierung unserer Städtepartnerschaften, die sicher unter Corona gelitten haben: Gerade diese „PAN“demie hat mir wieder einmal klargemacht, wie sehr wir in mancher Hinsicht in einem gemeinsamen und bisweilen übrigens erstaunlich fragilen Boot sitzen. Wie sehr wir auch über Grenzen hinweg denkend das Gemeinsame betonen, das Miteinander fördern müssen. Linselles, Smiltene, Zogoree und nicht zuletzt Marugame: Und Partner- und Freundesstädte, gelebte, echte Partnerschaft zu ihnen ist mir aufrichtiges Anliegen. Echte Partnerschaft, keine, die nur auf dem Büttenpapier hübscher Urkunden steht oder bei „offiziösen“ Akten festrednernd gelobt wird.

Auch hier bin ich unterwegs. Was man bald merken und sehen wird. Wie in vielen anderen Bereichen: Unterwegs für diese Stadt und ihre Bürger. Meine Bitte: Kommen Sie, gehen Sie einfach ein Stück weit mit. Gemeinsam – wird das was.

Ich grüße Sie herzlich.
Ihr Christian Pakusch