BIldungspartnerschaft
Foto: Stadt Willich

Die Tinte ist trocken: Zwischen der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule und dem Willicher Stadtarchiv ist jetzt eine Bildungspartnerschaft vereinbart und auch vertraglich fixiert worden. Bei der Unterzeichnung waren Kulturdezernentin Brigitte Schwerdtfeger, Schulleiter Eduardo Träger und die Leiterin der gymnasialen Oberstufe, Dr. Claudia Eberle (von links) mit von der Partie.

Vordringliches Ziel sind Entwicklung und Förderung der Recherche- und Informationskompetenz sowie der historischen und politischen Bildung von Schülerinnen und Schülern. Archivar Udo Holzenthal: „Das Stadtarchiv sieht sich hier als wichtiger Partner der Schule – darum soll die Zusammenarbeit ausgebaut werden.“

Hilfe bei Fach- und Projektarbeiten

Die Partnerschaft soll nach einer „Phase der Praxiserprobung“ ins Schulprogramm übernommen werden und sich dann auch in den schulinternen Lehrplänen niederschlagen. Und da wird dann das Archiv als „außerschulischer Lernort“ die Schule unterstützen, wobei Maßnahmen und Angebote gemeinsam entwickelt und fortlaufend aktualisiert werden sollen. Konkret berät das Archiv Schülerinnen und Schüler bei Fach- und Projektarbeiten: Das beginnt bei der Auswahl eines geeigneten Themas, geht über die Bereitstellung dazu passender Archivalien und Materialien bis hin zur Vermittlung von Zeitzeugen – so thematisch möglich. Dr. Claudia Eberle freut sich auf die Zusammenarbeit, weil schon in diesem Jahr ein Geschichts-Leistungskurs gebildet wird, der mit dem Stadtarchiv gemeinsame Projekte angehen soll.

Zweite Bildungspartnerschaft für Stadtarchiv

Das Archiv unterstützt außerdem Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an Geschichtswettbewerben – was auch den gemeinsamen Besuch von auswärtigen Archiven, Museen und Bibliotheken einschließt. Generell stellt das Archiv seine Räumlichkeiten, vor allem den Lesesaal, für den Fachunterricht zur Verfügung und bietet Unterstützung bei Schulprojekten zu historischen Themen an – wozu Vorträge und Workshops in Schulklassen gehören, aber auch die gemeinsame Konzeption von Ausstellungen. Schließlich wird zweimal pro Jahr ein Methodentraining zum Recherchieren, Lesen und Auswerten historischer Quellen angeboten: Anhand von Originalakten lernen Schülerinnen und Schüler den professionellen Umgang mit Quellen und bereiten sich so auf ein späteres Studium vor.

Für das Stadtarchiv ist es die zweite Bildungspartnerschaft nach der mit dem St. Bernhard-Gymnasium. Holzenthal: „Da die Archivpädagogik ein zentraler Baustein der Archivarbeit ist, bedeutet die neue Kooperation eine wertvolle Bereicherung.“

Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt übrigens zwei Jahre – danach wird gegebenenfalls verlängert.