Deutschlandweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei Höchstwerten, im Kreis Viersen stieg der Wert auf 146,4. Aufgrund der derzeit steigenden Werte sollen ab dem 11. November Veranstaltungen des Kreises sowie der Städte und Gemeinden nur nach der 2G-Regel durchgeführt werden. Betroffen davon sind dann die kreis- und gemeindeeigenen Kultur- und Vortragsveranstaltungen wie etwa der Kreismusikschule und des Niederrheinischen Freilichtmuseums. Das stimmte Landrat Dr. Andreas Coenen mit Karl Heinz Wassong, Bürgermeister von Niederkrüchten und Sprecher der Städte und Gemeinden im Kreis Viersen, gemeinsam ab. Ziel ist es, kreisweit einheitlich zu verfahren.

„Die Corona-Fallzahlen haben ein besorgniserregendes Niveau erreicht, weswegen wir handeln müssen“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Weiterhin müssen wir jene schützen, die sich noch nicht impfen lassen können. Wir haben uns deshalb entschlossen, eigene Kulturveranstaltungen im Kreis Viersen nach der 2G-Regel durchzuführen.“

Die 2G-Regel besagt, dass nur Geimpfte und Genesene an Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Personen unter 12 Jahren, die nicht geimpft werden dürfen, sind von dieser Regel ausgenommen. Sie dürfen dennoch etwa Kurse und Konzerte der Kreismusikschule besuchen. Der Regelschulbetrieb in der Kreismusikschule und der Kreisvolkshochschule sind von der Regelung ausgenommen.

Pläne für Impfstandort

Um die Geschwindigkeit in der Durchführung der Auffrischungsimpfungen zu erhöhen und damit der Infektionsdynamik entgegenzuwirken, wird der Kreis Viersen das Impfgeschehen in den Arztpraxen durch öffentliche Impfangebote ergänzen. Diese Ergänzung umfasst neben den Auffrischungsimfpungen auch Erst- und Zweitimpfungen. Da der bisherige Genehmigungsvorbehalt des Ministeriums bei der Einrichtung stationärer Impfangebote entfallen ist, sind bereits Planungen für eine mögliche Wiedereröffnung des Impfzentrums in Dülken oder an einem vergleichbaren Standort angelaufen. Hierzu sind verschiedene Optionen in Prüfung. Eine neuerliche Impfstelle wird mit weniger Impfstraßen geplant, als diese vorher verfügbar waren.

„Darüber hinaus planen wir erneut mobile Impfaktionen im Kreis, um allen Bürgerinnen und Bürgern ein niedrigschwelliges Angebot machen zu können“, ergänzt Jens Ernesti, Gesundheitsdezernent des Kreises Viersen. „Außerdem werden wir zeitnah erneut mit der Ärzteschaft im Kreis in den Austausch gehen, um zu ermitteln, was sie leisten kann. Danach konfigurieren wir in enger Absprache unser Impfangebot.“ Die mobilen Impfangebote sollen dabei über einen Impfbus realisiert werden, der an verschiedenen Orten im Kreis Viersen Station machen soll.

Landrat Dr. Coenen: „Ich fordere zudem, dass Tests wieder für Geimpfte und jene, die sich nicht impfen lassen können, kostenfrei angeboten werden. Der Winter steht vor der Tür, die Zahl der Infektionen nimmt wieder zu. Nur mit regelmäßigen Testungen können wir Infektionsketten rechtzeitig unterbrechen.“