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Foto: ASV Willich

„Sehr verantwortungsvoll“ geht der ASV (Allgemeiner Schützen-Verein) Willich aus Sicht der Stadt mit der Pandemie-Sondersituation um. Auch Corona-Krisenstabsleiter Gregor Nachtwey ist beeindruckt vom Handling der Sondersituation durch die Schützenbruderschaften: „Gerade weil wir wissen, wie sehr die ausfallenden Schützenfeste von vielen schmerzlich vermisst werden, ist es auch für uns im Krisenstab sehr beeindruckend, wie angemessen die Verbote und Einschränkungen respektiert und gehandhabt werden.“

Das Datum des eigentlich geplanten, großen ASV-Festes rückt näher, an diesem Wochenende wäre ganz Willich ein großes Schützenfest – aber die vielen Einschränkungen durch die Corona-Schutzverordnung des Landes treffen eben auch alle Schützenfeste, und so wird es nicht das rauschende Fest-Wochenende werden, auf das sich viele noch im Februar gefreut haben.

Natürlich stehen die Verwaltung, konkret der Krisenstab, und der Vorstand des ASV auch im engen Kontakt und Austausch. „Wenn man zum Beispiel liest, dass und wie ASV-Geschäftsführer Hans-Joachim Donath an seine Schützenkameraden und Zugführer schreibt und um Verständnis wirbt, ist das wirklich beeindruckend“, so Pressesprecher Michael Pluschke, ebenfalls Mitglied des Krisenstabs. Donath hatte in seinem Schreiben daran erinnert, dass „die Coronaschutzverordnung nicht das Ziel hat, uns die Freude und den Spaß am Leben und am Feiern zu verderben. Sie soll die Gesundheit unserer Bürger gewährleisten. Wir als Vorstand appellieren an die Schützen, nicht auszureizen, was gerade noch erlaubt ist, sondern die Gesundheit von euch und den Mitbürgern der Stadt Willich in den Vordergrund zu stellen. Das Corona-Virus gibt es auch in Willich. Schützt uns bitte davor.“ Pluschke: „Gerade, wenn man auch in Sachen Corona in den sozialen Medien unterwegs ist oder sein muss, erlebt man dort immer wieder Äußerungen vom anderen Ende der Skala – so viel Verständnis und Umsicht ist da die absolute Ausnahme. Die Firma dankt.“

Auch das vom ASV erstellte „Sonderplakat“ mit dem Slogan „Wir Schützen schützen – gemeinsam auf Distanz“ unterstreiche, dass man der Situation mit Augenmaß begegne, so Pluschke. Und auch in Vertrauen darauf bittet der Krisenstab auch am kommenden Wochenende um einen verantwortungsvollen Umgang und das erforderliche Augenmaß bei Gaststättenbesuchen und privaten Treffen. Die Stadt hat halt auch die Aufgabe, als Ordnungsbehörde auf das Einhalten der Schutzverordnung zu achten. Geschäftsbereichsleiter Stephan Adams, ebenfalls Mitglied des Krisenstabs: „Nicht alles ist verboten, aber Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme bleiben eben wichtig und erforderlich. Daher wird das Ordnungsamt auch am Wochenende unterwegs sein und darauf achten, dass niemand vergisst, sich an die geltenden Regeln zu halten. Damit alle gesund bleiben – und gemeinsam in besseren Zeiten wieder schöne Feste feiern können.“