Foto: Obsthof Mertens

Es seien „klare Worte“ gewesen, die sie von den Landwirten aus Willich gehört habe: Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, war auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer zur Informationsreise in Willich und hat auch den Obsthof Mertens besucht. Hier fand eine ausführliche Diskussionsrunde mit Landwirten aus dem Obst- und Gemüseanbau sowie der Tierhaltung statt, darunter Kreislandwirt Paul-Christian Küskens, Ortslandwirt Helmut Oellers und Frank Mertens als Gastgeber.

Die Landwirte seien „sehr engagiert“, lobte Klöckner, aber: „Alle verbindet die Sorge, dass die Wertschätzung für ihre Arbeit beim Verbraucher nicht mehr da ist.“ Auch die Landwirte wollten etwa „mehr Tierschutz, aber dafür brauchen wir ein Konjunkturprogramm für den Stallbau“, so Klöckner weiter. Ebenso sei es der Wunsch der Landwirte weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen, aber auf der anderen Seite müssten ihre Produkte den „höchsten Ansprüchen“ der Verbraucher entsprechen und es gebe durch den Klimawandel immer neue Schädlinge. Die Landwirte seien „die größten Umweltschützer“, zum Beispiel beteiligten sie sich an Blühstreifenprogrammen. Auch das Thema „Mindestlohn in der Landwirtschaft“ sei angesprochen worden. Hier gebe es die Diskrepanz zwischen höheren Löhnen für Erntehelfer und dem Verbraucherwunsch nach niedrigen Preisen, sah Klöckner: „Die Leute kaufen ein Erdbeerkörbchen ab 2 Euro“.

Julia Klöckner und Ortslandwirt Oellers waren sich einig darin, dass die Landwirte den Verbrauchern mehr von ihrer Arbeit erklären müssten. Kreislandwirt Küskens dankte der Besucherin für den „offenen Dialog“ und meinte: „Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen … Ich nehme mit, dass Sie sich für uns einsetzen“.