Trotz der anhaltenden Kälte ist das Eis - wie hier im Konrad-Adenauer-Park - nicht tragfähig: Es besteht Lebensgefahr. Foto: red.

Über die gefrorenen Flächen laufen: Ein Leichtsinn der schnell lebensgefährlich werden kann. Auch wenn die Eisfläche stabil erscheint, kann sie schnell brechen. 

Die aktuellen Wintertemperaturen von zum Teil zweistelligen Minusgraden lassen Teiche und Gewässer im gesamten Stadtgebiet zufrieren. Allerdings wird ausdrücklich gewarnt, die zugefrorenen Flächen zu betreten. Ausflüge auf das Eis können lebensgefährlich enden.

Akute Lebensgefahr

Oft Kinder sind besonders gefährdet, da sie die dünne Eisdecke leicht überschätzen. Auch wenn in Ufernähe das Eis fest erscheint, kann es ein paar Meter weiter gefährlich werden. Bricht das Eis weg, fallen die Menschen unweigerlich in das eisige Wasser. Die Folge sind lebensgefährliche Unterkühlungen. Bereits nach zwei Minuten haben Kinder kaum noch eine Überlebenschance.

Grundsätzlich gilt, dass Eisflächen nicht betreten werden dürfen, es sei denn, sie sind dafür freigegeben. Aktuell sind im Stadtgebiet keine Flächen freigegeben!

Was tun, wenn ein Mensch ins Eis eingebrochen ist?

  • sofort einen Notruf unter 112 absetzen
  • Wer auf das Eis geht, um anderen zu helfen, sollte sich von einem Helfer mit einem Seil absichern lassen.
  • Das eigene Körpergewicht sollte auf dem Eis auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. Dazu am besten Hilfsmittel wie ein Brett oder die Eisleitern verwenden.
  • Niemals selbst bis zur Einbruchstelle vordringen. Rund um diese Stelle ist das Eis sehr brüchig, die Gefahr selbst einzubrechen ist sehr hoch. Vielmehr versuchen, den Eingebrochenen mit Hilfsmitteln wie Stöcken, Stangen, zusammengerollten Mänteln oder Jacken aus dem Wasser zu ziehen.
  • Nie in das Wasser eintauchen, um Menschen zu suchen. Solche Rettungsaktionen sollten nur den Fachleuten von der Feuerwehr überlassen werden.
  • Nach erfolgter Rettung „Erste Hilfe“ leisten. Verunglückte nach Möglichkeit in einen beheizten Raum bringen, Kleidung ausziehen und in Decken hüllen.