Foto: Stadt Willich

Erneut hat das Schmücken des Tannenbaums im Schlossinnenhof die Lebenshilfe übernommen: Die Bewohner der Wohnstätte „Unser Haus“ an der Willicher Hülsdonkstraße, eine Einrichtung des Vereins Lebenshilfe Kreis Viersen, waren jetzt wieder schmückend aktiv.

Erstmals allerdings in Kooperation mit Bewohnern des Seniorenhauses Moosheide – mit dieser Einrichtung pflegt man auf verschiedenen, auch musischen Ebenen Kontakte und hatte darum auch die gute Idee, auch das Basteln des Schmucks und das Schmücken des Baumes gemeinsam anzugehen.  Der stellvertretende Bürgermeister Dietmar Winkels war beeindruckt von der Initiative und dem schönen Schmuck – und lud die Schmücker samt Begleitung abschließend zu Kakao und Plätzchen in den Schlosskeller.

Zum siebten Mal schon hat die Lebenshilfe das Schmücken und vor allem das Basteln des farbenfrohen Schmucks in diesem Jahr übernommen. Denn das Schmücken am Schloss markiert nur den abschließenden Höhepunkt der Aktion: Die „Unser-Haus“-Bewohner, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Einschränkungen teilweise auch nicht in den dafür eigens eingerichteten Werkstätten eingesetzt werden können, haben buchstäblich das ganze Jahr an diesem Schmuck für den Baum in Neersen und weitere „städtische“ Weihnachtsbäume auf dem Stadtgebiet gearbeitet.

Die Arbeit wird für die Teilnehmer der Tagesbetreuung im Haus auch zum therapeutischen Mittel: Gerade „Aufträge“ der Stadt, der Gesellschaft geben den Bewohnern eben eine Chance, sinnvolle Arbeit für die zu leisten – und das wissen sie absolut zu schätzen.

An der Tagesbetreuung nehmen nur Menschen teil, die aufgrund des sehr besonderen, kreativen, individuellen Verhaltens nicht in die Werkstatt HPZ aufgenommen werden können, da der Betreuungsaufwand sich zu hoch gestalten würde. Das Team ermöglicht den Menschen aus dieser Tagesbetreuung durch großen Aufwand, Nähe und Hilfe ein „Ehrenamt“ für die Gesellschaft zu leisten – das so genannte „Ehrenamt rückwärts“.

Unterstützung gab es auch in diesem Jahr wieder von den Gemeinschaftsbetrieben Willich (GBW), die per Steiger auch die Spitze der Tanne erreichbar machten.