Leon Kasulke überraschend Deutscher Meister

LTV 2018 - Luis Litters, Paul Meinert, Leon Kasulke, Simon Meinhard, Trainer Christian Stapf
Foto: Wolfgang Kasulke

Am Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften der Landesturnverbände im westfälischen Herzebrock-Clarholz statt. Gleich acht Trampolinturner des DJK-VfL Willich hatten es in die Auswahlteams des Rheinischen Turnerbundes (RTB) geschafft. Gleich sechs von ihnen kehrten mit Edelmetall nach Hause zurück.

Völlig überraschend konnte das RTB-Team der 13-14 jährigen Jungen dabei den Titel des Deutschen Meisters erringen. Mit dabei in diesem Team Leon Kasulke der topfit mit neuen Bestleistungen in Pflicht- und Kürübung neben Paul Meinert (TV Blecher) maßgeblich zum Sieg beitrug. Vervollständigt wurde das Siegerteam durch die beiden Nachwuchsturner Luis Litters und Simon Meinhard aus Voerde. Die haushohen Favoriten aus Hessen mussten nach Abbrüchen in den Kürübungen mit Platz zwei Vorlieb nehmen. Dritte wurden die Jungs aus Westfalen.

Eingeplant war eine Medaille schon eher bei den Jungen der nächsthöheren Altersklasse (15-16 Jahre). Gleich vier Bundeskaderturner konnte hier der Märkische Turnerbund aufbieten und turnte sich damit unangefochten auf Platz 1. Alles riskierten dahinter die Turner des RTB und wurden mit Silber belohnt vor dem Team aus der Hauptstadt Berlin. Die beiden Aktiven des DJK VFL Willich Simon Ramacher und Jonas Merks waren dabei die fleißigsten Punktesammler im RTB-Team. Simon stellte gleich in der Pflichtübung eine neue Bestleistung auf und zeigte erstmals im Wettkampf erfolgreich eine Kürübung mit sechs verschiedenen Doppelsalti und einem Schwierigkeitsgrad von 9,8 Punkten. Jonas überbot mit seiner zweiten Kürübung erstmals die 45 Punktemarke. Die weiteren Aktiven in diesem RTB Team kamen mit Alexander Fahron aus Köln und Lukas Kudrisch aus Voerde.

Weitere gute bis sehr gute Podestplätze

Weiteres Edelmetall gab es für Lea Tups mit Bronze bei den 13/14 jährigen Mädchen. Nach einem sehr durchwachsenen Wettkampf rettete sich das Team gerade noch in das Finale der besten fünf Teams und konnte dann noch Boden gut machen auf die siegreichen Niedersachsinnen und das Team vom Turnverband Mittelrhein auf Platz zwei. Bei stabileren Übungen wäre hier sicherlich noch mehr möglich gewesen. Völlig zufrieden dagegen war Jasmin Mölters mit Bronze bei den 17 bis 21 jährigen Damen. Nach zahlreichen prominenten Ausfällen im Team des RTB hatten die Trainer kaum noch an eine Chance auf das Treppchen geglaubt. Es musste viel riskiert werden, doch Fiona Schüller (Kempen), Paula Schüller (Brauweiler) und Michelle Dreyer (Düsseldorf) konnten ebenso wie Jasmin an diesem Tag ihre Bestleistungen abrufen und Platz drei im Kampf gegen die Gastgeberinnen aus Westfalen erobern.

Im Nachwuchspokal der 9-10 jährigen Mädchen, die wegen der Altersgrenze im Deutschen Turnerbund nicht als Deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde, konnte Hannah Tups zusammen mit der Neu-Willicherin Katja Zimmermann und Luna Morgenstern (Blecher) sowie Annika Wittman (Kempen) freudestrahlend die Silbermedaille entgegennehmen.
Einen sehr achtbaren vierten Platz belegten Kyona Janssen und Ajana Junker mit dem RTB bei den 15/16 jährigen jungen Damen.

Trampolin-Turner benötigen eigene Trainingshalle

Nach diesen äußerst erfolgreichen Deutschen Meisterschaften folgt nun eine schwerwiegende Umbruchphase. Svenja Germann, langjährige Erfolgstrainerin den TuS SW Brauweiler, mit denen die Willicher seit Jahren eine sehr enge und erfolgreiche Trainings- und Wettkampfkooperation pflegen, zieht sich aus familiären Gründen als Trainerin von Brauweiler zurück. Viele der Leistungsaktiven aus Brauweiler beenden ihre sportliche Laufbahn. Damit gehen für die Willicher nicht nur wichtige Trainingspartner verloren, sondern auch eine unentbehrliche Trainingsmöglichkeit. Dies macht die Suche nach einer eigenen Trainingshalle für die Willicher Trampolinturner mit der Möglichkeit zu täglichem Training noch schneller als ohnehin schon befürchtet vordringlich.