Foto: Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn e.V.

Während seines letzten Besuchs bei der Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn hatte Bischof Agapiti Ndorobo von seinem Wunsch berichtet, an der Mädchenschule Regina Mundi in der Diözese Mahenge einen Fischteich anzulegen.

Diese Schule wurde 1999 von der Diözese Mahenge gegründet, um den Mädchen aus einfachen Verhältnissen eine Möglichkeit der Schulbildung und damit eine Perspektive für ihr weiteres Leben anzubieten.

Der Vorsitzende der Leprahilfe, Willichs Bürgermeister Josef Heyes, war wegen der in vielen Ländern Afrikas häufig einseitigen Ernährung mit Mais oder Maniok von dieser Idee sofort überzeugt, damit die 350 Schülerinnen auch eine Versorgung mit Eiweißprodukten erfahren. Mit einem Teil der Spendengelder, die anlässlich seines 70. Geburtstags der Leprahilfe zugute gekommen sind, wurde dieses Projekt im vergangenen Jahr ermöglicht. Jetzt erhielt die Aktion Mission und Leprahilfe den Abschlussbericht:

In das 40 Meter lange und 10 Meter breite Becken wurden 3000 Jungfische gesetzt, welche mit kompostierbaren Essenabfällen gefüttert werden. Dadurch wird gleichzeitig das Wachstum von Algen, die den Fischen sowohl Nahrung als auch Schutz bieten, angeregt.

Den Schülerinnen dienen die ausgewachsenen Fische als gesunde eiweißhaltige Nahrungsquelle und gleichzeitig können sie Erfahrung in der Fischzucht sammeln, welche in Zukunft eine wichtige Rolle in vielen afrikanischen Ländern spielen wird.

Aus den Geburtstagsspenden des Bürgermeisters wurde unter anderem außerdem das Aufbaustudium eines Patres des Ordens der Holy Ghost Fathers der East-Africa-Province an der Mwenge Universtität in Moshi finanziert: Dort wird Fr. Sylvanus ein Jahr lang Lehramt studieren – einen Master in Umweltwissenschaften hat er bereits abgeschlossen. Als Lehrer wird er jungen Menschen nachhaltig den Umgang mit und den Schutz der Umwelt nahebringen.