Einfuehrung_Schuetzenkoenig-Schiefbahn
In der Hubertus-Kirche erhielten Schützenkönig Norbert Silkens (Mitte) und seine Minister Frank Mertens (links vom König) und Joachim Knuppertz (rechts vom König) offiziell das Silber.

Es ist eines der größten Schützenfeste in Willich: vom 15. bis 18 Juni feiert die St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn ihr diesjähriges Schützenfest. „Wir sind sehr froh, dass wir mit König Norbert Silkens und seinem Königshaus in diesem Jahr wieder alle Programmpunkte so durchführen, wie sie zu unserer Jahrhunderte alten Tradition gehören und den Schützen und Besuchern vertraut sind“, meint der 1. Brudermeister Michael Klein. Dazu gehört etwa der „Große Zapfenstreich“ – dieses Zeremoniell ist dem König als höchstem Repräsentanten der Bruderschaft vorbehalten.

Mit König Norbert Silkens und Frau Andrea haben die Schützen einen Repräsentanten, der sich in den Sitten bestens auskennt. Norbert Silkens (51 Jahre, staatlich geprüfter Elektrotechniker und derzeit Geschäftsführer bei L&_P Elektroautomatisations GmbH) ist seit 1987 als Schütze aktiv, zuerst im Jägerzug „Nette Jonges“. In diesem Zug hatte er zwei Amtsperioden als Zugführer. 2000 wurde der Jägerzug aufgelöst und Norbert wechselte zum Jägerzug „Gut Wehr“, der vor allem aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr / Löschzug Schiefbahn besteht. Im Löschzug ist der König seit Jahren ehrenamtlich für die Bürger im Einsatz. „Für mich ist im Schützenwesen die Heimatverbundenheit und die Pflege der Freundschaften wichtig“, meint der König. Er hatte mit dem 144. Schuss den Vogel von der Stange geholt und erinnert sich besonders gerne an die Kevelaer Wallfahrt mit seiner anschließenden Krönung in der Hubertuskirche zurück. Begleitet wird der König von seiner Frau Andrea (51 Jahre, Verwaltungsangestellte Stadt Willich). Sie schätzt das Schützenbrauchtum ebenfalls sehr – wobei sich bei ihr besonders der Moment eingeprägt hat, als ihr Mann den Vogel von der Stange holte und sich bei der anschließenden Feier so viele Menschen mit dem neuen Königspaar gefreut hatten. Das Königspaar hofft, dass es viele Menschen mit seiner eigenen Begeisterung für das Brauchtum anstecken und somit einen Beitrag zum Erhalt der Traditionen leisten kann. 

Ministerpaare

Als Ministerpaare fungieren Frank und Nadine Mertens sowie Joachim und Marion Knuppertz. Ernährungsminister Frank ist als Obstbaumeister / Inhaber Obsthof Mertens für die Vitamine zuständig, Joachim Knuppertz für die finanziellen Fragen. Beide Minister kommen ebenfalls aus dem Jägerzug „Gut Wehr“ und sind wie der König ehrenamtlich im Löschzug Schiefbahn aktiv. Frank Mertens freut sich darauf, beim anstehenden Schützenfest viele Menschen kennen zu lernen und die besondere Atmosphäre des Schiefbahner Schützenfestes zu genießen. Minister Joachim Knuppertz hofft auf gute Stimmung und gutes Wetter. Ihm und seiner Frau Marion ist im Königsjahr neben der Krönung besonders ein Termin im Gedächtnis geblieben: Die Feier mit den Bewohnern des Seniorenheimes Hubertusstift. Seine Hobbys sind neben Feuerwehr und Schützenwesen die Urlaube mit der Familie im Wohnmobil. Ministerin Marion liest zudem gerne Krimis, geht gerne ins Theater und hat ein Faible für Keramikmalerei.

Die Hofdamen

Das Königshaus umfasst neben den oben genannten auch vier Hofdamen: Jessica Zensen (18 Jahre, Schülerin), Annika Heines (18 Jahre, Schülerin), Svenja Empt (21 Jahre, Fachkraft für Dokumentenmanagement / Service) und Jana Ernstberger (18 Jahre, Schülerin). „Wir sind mit dem Königshaus ein tolles Team. Jeder kann sich auf den anderen verlassen und jeder Termin wird zu einem außergewöhnlichen, lustigen Abend bzw. Tag“, meinen die Vier. 

Der Schützennachwuchs

Wichtig im Schiefbahner Schützenfest ist auch immer der Nachwuchs. Im März waren der Schülerprinz und der Jungschützenprinz in Schießwettbewerben bestimmt worden. In der Familie geblieben ist der Titel des Schülerprinzen der St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn: Amtierender Schülerprinz ist Felix Mertens (13 Jahre), Bruder des Vorjahres-Schülerprinzen Max. Felix hatte den Vogel nach langem Wettbewerb mit dem 317. Schuss von der Stange geholt. Er habe bei seinem Bruder gesehen, wie spannend das Amt des Schülerprinzen sei, meinte er.

Als „zäher Vogel“ hatte sich auch das Holztier Im Jungschützenwettbewerb erwiesen. Es fiel erst nach einem mehrstündigen Wettbewerb der 29 Bewerber mit dem 591. Schuss. Dieser Schuss machte den 23-jährigen Jungschützen Markus Schwengers aus dem Zug „Ejal wat kütt“ zum Jungschützenprinzen der Schiefbahner Bruderschaft. Der Industriekaufmann ist seit rund vier Jahren Mitglied in der Bruderschaft. Sein Königssilber hat im Übrigen eine besondere Bedeutung in der Geschichte der Schiefbahner Bruderschaft: „Es ist das frühere Junggesellensilber und das älteste, das wir besitzen. Einige der Elemente stammen noch aus dem 17. Jahrhundert“, erläutert der 2. Brudermeister Werner Braun.

In diesem Jahr erhalten die Jungschützen Verstärkung durch einen neuen Jägerzug – „Mer halde zesame. Der hat sich aus den Tellschützen heraus gegründet und ist bereits letztes Jahr am SchützenfestDienstag erstmal als eigenständiger“ Zug marschiert. Die Jungschützen feiern in diesem Jahr das erste komplette Schützenfest als eigenständiger Jungschützenzug. Der Grossteil der aktiven Mitglieder macht bereits seit Jahren bei den Tellschützen mit. Zugführer ist Nico Kirchkamp, der Sohn des Jägerhauptmannes Uwe Kirchkamp.