Betrug Geldautomat Polizei

Vor dem Hintergrund der hohen Zunahme an Geldautomatenangriffen hat das Landeskriminalamt (LKA) NRW Empfehlungen für die Betreiber von Geldautomaten im Außenbereich (Outdoor-GAA) ausgesprochen. Im Kern lautet die Botschaft des LKA, dass für Outdoor-Geldautomaten mit angrenzender Wohnbebauung kein tragfähiges Sicherheitskonzept bekannt ist und diese Standorte daher aufgrund der Gefährdungslage für die Bevölkerung geschlossen werden sollen.

Die Sparkasse Krefeld nimmt nach eigenen Aussagen das Thema sehr ernst. In der Vergangenheit hat sich sich bereits an den Empfehlungen des LKA orientiert und in erheblichem Umfang in die Sicherheit der Geldautomaten investiert. In diesem Jahr wurde die Sparkasse Opfer von vier Sprengungen an ihren Standorten in Niederkrüchten, Dülken, Boisheim und Krefeld-Fischeln. Es handelte sich dabei jeweils um Außen-Geldautomaten.

Die Sprengungen verliefen alle ohne Erfolg für die Täter, die in keinem Fall Geld erbeuten konnten. Das Geldinstitut sieht dies auch als Konsequenz aus den zuvor getroffenen Investitionen, verbunden mit der Hoffnung auf eine zukünftig abschreckende Wirkung.

Aktuell hat die Sparkasse Krefeld die jüngste LKA-Empfehlung zum Anlass genommen, jeden der gut 100 Geldautomaten zu analysieren. Im Ergebnis identifizierte sie fünf gefährdete Automaten, die direkt an eine Wohnbebauung angrenzen. Da die Täter eine immer rücksichtslosere Vorgehensweise wählen, dabei hohe Sachschäden verursachen und zudem Personenschäden billigend in Kauf nehmen, ist ihr oberstes Anliegen, den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Daher wird mit dem heutigen Tag folgende Lösungen umsetzen:

Der Outdoor-Geldautomat in Neersen wird stillgelegt. Die Sparkasse will kurzfristig im bisherigen SB-Foyer der Geschäftsstelle einen Geldautomaten in Betrieb nehmen.