Villa Kunterbund Kindergarten Willich

Der Kindergarten Villa Kunterbunt an der Hülsdonkstraße in Willich stößt räumlich an seine Grenzen. Der weitere Ausbau der Plätze für unter dreijährige Kinder und die gesteigerte Nachfrage nach Tagesstättenplätzen ist in dem historischen ehemaligen Schulgebäude nicht möglich. Die CDU-Fraktion bittet die Stadtverwaltung die Möglichkeit eines Neubaus zu prüfen, um den beliebten Kindergarten weiterzuentwickeln. Als mögliches Grundstück kommt der CDU zufolge die Fläche am Sport- und Freizeitzentrum in Frage, die zunächst für den Bau einer Veranstaltungshalle vorgesehen war.

„Der städtische Kindergarten „Villa Kunterbunt“ genießt bei den Eltern einen guten Ruf. Aber eine Ausweitung auf Plätze für Kinder vor dem vollendeten zweiten Lebensjahr nicht in dem historischen Gebäude nicht mehr möglich. Das bestehende Tagesstättenangebot müsste aufgrund der räumlichen Situation schrittweise beendet werden. Perspektivisch verhindert der Platzmangel die Weiterentwicklung hin zu einem bedarfsgerechten und zeitgemäßem Angebot“, sagt Monika Wollny, CDU-Mitglied im Sozialausschuss. Nach dem Umzug in einen Neubau würde sich das vorhandene Gebäude aufgrund seiner Lage für zentrumsnahe Wohnen anbieten, so die CDU-Fraktion. „Die Stadtverwaltung soll diese Überlegungen in den Masterplan Wohnen übernehmen. Und in diese Überlegungen könnte auch das benachbarte Jugendfreizeitheim „Hülse“ einbezogen werden“, erläutert Monika Wollny.

Der bisherige Standort der „Villa Kunterbunt“ würde sich anbieten, um bezahlbaren Wohnungen für ältere Menschen zu schaffen. Auch in der Stadt Willich ist zu beobachten, dass immer mehr Senioren weniger Geld zur Verfügung haben. „Seit 2011 ist die Armutsquote unter Menschen, die über 65 Jahre alt waren, überproportional angestiegen. Bezahlbarer Wohnraum ist ein Grundproblem für alle armutsgefährdeten bzw. von Armut betroffenen Personengruppen“, sagt Andreas Müller, CDU-Mitglied im Sozialausschuss. Die CDU-Fraktion bittet daher die Stadtverwaltung, das Problem des bezahlbaren Wohnraums in den Masterplan Wohnen aufzunehmen. Gerade ältere Menschen sind auf ein Angebot an zentrumsnahen und bezahlbaren Wohnungen angewiesen. Deswegen solle diese Möglichkeit für den bisherigen Standort der „Villa Kunterbunt“ prüfen, so Müller.

Aufgrund des demografischen Wandels hat die CDU-Fraktion bereits von der Verwaltung ein Gesamtkonzept für die älter werdende Stadt gefordert. Die Stadt soll unter anderem Standorte für Mehrgenerationen-Wohnquartiere prüfen.