Foto: Sascha Lucas

In den letzten Wochen sind auf der Welt im Zusammenhang mit dem Coronavirus viele Maßnahmen beschlossen worden, die das tägliche Leben einschränken, um die Bevölkerung zu schützen. Keiner weiß, ob diese Maßnahmen 100 % richtig sind oder nicht. Diese Diskussion kann auch erst im Nachgang an diese anspruchsvolle Zeit geführt werden. Welche umfassenden Auswirkungen die Maßnahmen in der Zukunft haben werden, kann keiner vorhersagen. Ein Anruf sollte aber dazu führen, dass innerhalb von kürzester Zeit ein Verein gegründet wurde, der das Ziel verfolgt:  Wir retten unser Dorf.

Dass die politischen Entscheidungen in der Gesellschaft Spuren hinterlassen ist bereits heute erkennbar. „Was können wir tun, um einen Teil der Aufgaben, die sich heute ergeben zu bewältigen? Natürlich müssen wir durch unser Verhalten die Ausbreitung der Infektion versuchen zu steuern. Was können wir daneben tun?“, so die Fragestellung für das Vorstandsteam.

„Unseren Mitmenschen, die Unterstützung benötigen, können wir helfen, indem wir sie nicht alleine mit Ihren Aufgaben und Problemen lassen. Hierzu gehören insbesondere die Unternehmen vor Ort; in unserer Mitte. Die, die uns in „normalen“ Zeit bedienen und uns das soziale Leben in unserem Ort ermöglichen und verschönern. All die, die von heute auf morgen, zum Schutz unserer Gesundheit, ihre Geschäfte schließen mussten und ohne den täglichen Umsatz sehr schnell um ihre Existenz gebracht werden. Der Bund und die Länder haben bereits viele Programme beschlossen, die jetzt auch umgesetzt werden.

Das Ziel der Mannschaft ist es, mit der Initiative unbürokratisch zu helfen und im Sinne einer gemeinsamen Zukunft die regionale Wirtschaft, die Klein – und Kleinstbetriebe so gut es geht zu retten. „Wenn jeder in den nächsten Monaten, einen Betrag spendet, der dann diesen Menschen zur Finanzierung ihrer wichtigsten Kosten weiter gegeben wird, erhalten wir diese Unternehmen und für uns auch in Zukunft eine lebenswerte Geschäfts-, Kneipen- und Restaurant-Struktur!“, sind sich die Willicher sicher. Der Verein freut sich über die Unterstützung von Dirk Schumacher von der Sparkasse Krefeld und Rainer Höppner, der die Kontakte zu den Schiefbahner Unternehmen herstellt.

Fest steht aber auch: Der Verein will seine Aktivität nun auf das ganze Stadtgebiet ausweiten. Der Startschuss ist in Schiefbahn gefallen, weil der Verein hier personell gut aufgestellt ist. Die Unterstützung und die Nachfrage zeigen aber, der Bedarf und die Unterstützer sind im gesamten Stadtgebiet zu finden.

„Unsere Bitte; nein, Aufforderung: Unterstützen Sie einmalig oder auch mehrfach in den nächsten Monaten einen Betrag im Sinne unseres Vereins“, unterstreicht das Vorstandsteam. „Wenn wir jetzt zusammenstehen, dann erhalten wir die lebens- und liebenswerte Infrastruktur in unserer Stadt.“

Hintergrund: 

Unter www.wirrettenunserdorf.de können sich Unterstützer anmelden. Zudem liegen in der Schiefbahner Lindenapotheke, Hochstraße 26, schriftliche Anmeldevordrucke aus. Über die Internetseite können sich auch Gastronomen und Einzelhändler aufnehmen lassen, die Unterstützung brauchen. Finanzielle Unterstützung kann außerdem direkt auf das Sparkassen Konto überwiesen werden: Kontoinhaber Verein „Wir retten unser Dorf“, Bank: Krefelder Sparkasse, IBAN: DE 16 3205 0000 0003 3370 45.

Das Team: 

Dirk Franzmeyer
1. Vorsitzender

Christoph Tepper
2. Vorsitzender

Dirk Werner
Kassierer

Karin Franzmeyer
Beisitzerin

Dirk Säger
Beisitzer

Daniel Kamper
Beisitzer

Christian Pakusch
Beisitzer