Ostern erleben – mit selbst gefärbten Ostereiern und mit Hilfe der Natur

Ostereier-Ostern-bunte-Eier

Vor Ostern werden grell-bunt gefärbte Eier angeboten und locken – aber immer hat man die Frage im Hinterkopf: „Wie und womit sind die Eier gefärbt worden?“

Hier in „Willich erleben“ ein paar Tipps, wie Sie selbst Eier mit Hilfe der Natur absolut unbedenklich färben können – mit Pflanzen aus dem eigenen Garten, dem Gemüsevorrat oder mit Grundstoffen aus der Apotheke. Naturfarben wirken zum Beispiel eher warm und entspannend für das Auge. Zudem sind sie geeignet für Allergiker, da es immer passieren kann, dass die Farbe an das Ei selbst übergeht. Auch Ernährungsbewusste werden sich freuen, denn bei Naturfarben gibt es keinen Zusatz von Farbstoffen und die Herkunft der Färbemittel ist bekannt. Doch was sicherlich den letzten Skeptiker überzeugen dürfte, sind die strahlenden Kinderaugen, wenn es um das Färben und Verzieren der Eier geht, wenn die Kids herausfinden, welche Farbe durch welche Pflanze entsteht und gespannt auf das Ergebnis warten. Denn Naturfarben sind überhaupt nicht so langweilig, wie mancher meint.

Die Eier können in den Farben braun, rot, gelb, grün, violett, rosa, pink und blaulila gefärbt werden. Viele erinnern sich sicher an die Geschichten aus den Kriegszeiten: Braun entsteht zum Beispiel durch Zwiebelschalen, in die man das Ei einwickelt. Dann wird das Ganze in Alu-Folie gepackt und hart gekocht. So entsteht gleichzeitig ein Marmormuster. Rote-Beete-Saft, Hagebutte, Krappwurzel, Rotholz oder Rotkohl färben rot. Wer gelbe Eier möchte, nimmt Safran, Kümmel, Birkenblätter, Kamille, Sauerampfer oder Schafgarbe. Mit Brennnesselblättern, Efeu, Matetee, Schachtelhalmkraut, Spinat oder Petersilie erhält man grüne Eier. Heidelbeeren färben violett, Cochenille fördert rosa und pink zu Tage und Blauholz plus Alaun ergibt blaulila.

Bei Naturfarben können die Eier gleichzeitig hart gekocht und gefärbt werden: Zuerst die Eier in Essigwasser einlegen und dann mit lauwarmem Wasser abspülen. Die Pflanzenteile zerkleinern und in ca. 1l Wasser kochen. Dann die Kleinteile abgießen, damit die Farbe sich einheitlicher verteilt, die Eier im Farbsud ca. zehn Minuten kochen und anschließend abschrecken. Wirkt die Farbe zu blass, bleiben die Eier länger im abgekühlten Färbewasser liegen. Sie glänzen, wenn sie am Ende mit etwas Speiseöl eingerieben werden. Verziert werden können die Eier zum Beispiel mit Blüten und/oder Blättern, die mit etwas Eiweiß oder Speiseöl auf dem ungekochten Ei befestigt werden. Das Ei wird in einen Nylonstrumpf gesteckt, im Farbsud gekocht, anschließend wird alles entfernt und ein Muster kommt zum Vorschein.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!