Home Aktuelles Perspektivwechsel: Ausbildungsinfos aus Sicht von Auszubildenden

Perspektivwechsel: Ausbildungsinfos aus Sicht von Auszubildenden

von Willich erleben

„Wir wollten die Informationen über unsere Ausbildungsberufe modernisieren. Und wer wüsste besser, was dabei wichtig ist und wie alle Informationen für gleichaltrige Bewerberinnen und Bewerber interessant aufbereitet werden können, als die Auszubildenden, die den Weg zu uns gefunden haben. So wurde diese Aufgabe an zwei unserer Auszubildenden vergeben“ erklärt Tobias Küsters, Leiter der Personalabteilung bei Meyer logistics GmbH, ein Projekt, das jetzt online ist: Die Azubis Mattia Corte (1. Lehrjahr Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen) und Kilian Schmidt (2. Lehrjahr) haben den Ausbildungsbereich der Firmen-Webseite komplett überarbeitet.

Eigenverantwortliche Projektarbeit fördern

Seit Anfang Oktober 2021 haben die beiden an dem Projekt gearbeitet. „Wichtig war uns dabei, die Selbstständigkeit unserer Azubis zu fördern, größere Projekte eigenverantwortlich und strukturiert zu bearbeiten und zu organisieren“, so Tobias Küsters. Zuerst wurde überlegt, wie die Seite grafisch aussehen sollte, weiter ging es damit, Inhalte zu entwickeln, zu strukturieren und anschließend entsprechend umzusetzen. „Wir wollten viele Infos ohne sperrige Texte und zu große Hürden“, formulieren die beiden ihre Kernkritik an manchen Bewerber-Webseiten. Ihr Ansatz: Schon die Startseite wurde unter ein Motto gestellt: „Willst Du was bewegen?“ Darunter gibt es zu jeder Ausbildung, die im Unternehmen angeboten wird, eine eigene Unterseite, ebenso eine Seite zum Thema „Praktika“, übrigens eine der vielen eigenen Ideen der beiden. Auf den Unterseiten gibt es dann eine einheitliche Struktur: „Wir beginnen mit einer verständlichen Darstellung des Berufsbildes, dann geht es um die Ausbildung und was einen dabei erwartet“, so Mattia Corte.

Bei der Ausarbeitung der Webseite haben beide auf ihre eigenen Erfahrungen bei der Ausbildungsplatzsuche zurückgegriffen: „Ich habe mich bei einem Praktikum bei Meyer logistics informiert, worum es bei meiner Ausbildung geht. Vorher hatte ich wenig Ahnung davon“, räumt Mattia Corte unumwunden ein. So sei ihm zum Beispiel gar nicht bewusst gewesen, dass die Holzpaletten einen Wert darstellen und entsprechend mit einem Pfandsystem verbunden sind. Kilian Schmidt hatte als Schüler im Lager gejobbt und sich dann für eine kaufmännische Ausbildung interessiert. Weitere Informationen drehen sich um die Inhalte der Ausbildungsjahre, um Informationen zum Gehalt oder zu Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. „Uns war es wichtig, zu transportieren, dass eine Ausbildung eine gute Grundlage ist, um beispielsweise eine Qualifikation zu erreichen, die einem Master-Abschluss entspricht“, sagen die beiden.

Um die Inhalte noch anschaulicher zu machen, haben beide – auch im Austausch mit gleichaltrigen Jugendlichen, die nicht bei Meyer logistics arbeiten – FAQs (frequently asked questions) ausgearbeitet und beantwortet. „Es war uns wichtig, dass alles sehr anwenderfreundlich ist, damit vielfaches Klicken überflüssig wird“, fassen sie ihre diesbezüglichen Ansprüche zusammen.

Das Webseiten-Projekt der beiden Azubis hatte aber noch einen anderen Hintergrund: Es ging ganz praktisch darum, das Thema „Personalbeschaffung für Meyer logistics“ in die eigene Ausbildung zu integrieren. „Deswegen stellen wir bewusst dar, wie Arbeit und Ausbildung hier im Unternehmen für uns aussehen. Wir sind uns bewusst, dass andere Firmen andere Prozesse haben“, so Kilian Schmidt.

Tobias Küsters betont, dass die Auszubildenden selbstständig gearbeitet haben, auch wenn sie natürlich aus verschiedenen Bereichen unterstützt worden sind. Er ist hochzufrieden mit dem Projektergebnis: „Meine Erwartungen an die beiden sind deutlich übertroffen worden. Sie hatten die Verantwortung und haben viele Punkte bearbeitet, an die ich nicht gedacht habe“, meint er. Die Perspektive für Mattia Corte und Kilian Schmidt: Das nächste Projekt ist schon in Arbeit. Zurzeit organisieren sie mit zwei weiteren Auszubildenden und ihrem praktischen Ausbilder eine Teambuilding-Maßnahme – Von Azubis, für Azubis.

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