Pfingstrosen selber schneiden – aber wie: Tipps für die Kunden

Pfingstrose Obsthof Mertens

Blumen auf dem Feld frisch selber schneiden wird immer beliebter – und jetzt sind gerade die Pfingstrosen auf den Feldern rund um Willich eine beliebte Ware, denn das Wetter hatte die Blüte etwas verzögert.

Allerdings: Damit sich die Selbstschneider zuhause über lang blühende, voll aufgehende Knospen freuen können, sollten sie einiges über die Pflanzen wissen: „Man sollte nur die Stengel schneiden, an denen sich die äußeren grünen Kelchblätter der Knospe schon lösen. Vor dem Schneiden sollte man die Knospe leicht drücken, denn sie sollte – ganz anders als bei Tulpen – schon weich sein. Dann geht sie hinterher auch in der Vase gut auf“, so Nadine Mertens vom Obsthof Mertens – genau richtig sei das Gefühl „die Knospe könnte ja schon etwas weit sein“.

Kein Problem ist es, wenn an der Knospe „klebrige“ Tropfen hängen, „das ist reine Glukose, die aus der Blüte gebildet wird. Das ist ein Zeichen für eine gesunde, kräftige Pflanze, nicht – wie die Leute manchmal glauben – für einen Ungeziefer-Befall“, erklärt die Fachfrau. Die Glukose kann jeder zuhause leicht abspülen: Einfach die Knospe kurz in eine Schale mit etwa 40 Grad warmem Wasser halten.

Um die Pfingstrosen-Pflanze zu schonen, sollte der Schnitte so hoch angesetzt werden, dass die unteren drei bis vier Blätter stehen bleiben: „Dann kann die Pflanze bis zum Oktober weiter die Fotosynthese durchführen und bleibt lebensfähig“, erklärt Nadine Mertens.

Werden die Pfingstrosen so geschnitten, bleiben sie in der Wohnung in der Regel etwa zwei Wochen in Blüte. Wer selber schneiden möchte, bringt am besten eine eigene Rosenschere mit, um einen scharfen Schnitt machen zu können und den Stiel nicht zu quetschen.