Die Unterzeichnung der Vereinbarung zur Stärkung des Schienenverkehrs fand am Verlauf der geplanten Trasse statt, am Schanzweg. (v.r.n.l.) Oberbürgermeister Stadt Mönchengladbach Felix Heinrichs, Bürgermeisterin Stadt Viersen Sabine Anemüller, Landrat Kreis Viersen Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Stadt Willich Christian Pakusch. Foto: Frank Hohnen

Der Oberbürgermeister von Mönchengladbach, der Landrat des Kreises Viersen sowie die Bürgermeisterin der Stadt Viersen und der Bürgermeister der Stadt Willich haben am Donnerstag, dem 1. Juli, eine gemeinsame Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung bei Projekten des Schienenverkehrs in der Region unterzeichnet. Vorausgegangen waren entsprechende Beschlüsse in den Stadträten und im Kreistag.

Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen wird den regionalen Schienenverkehr entscheidend voranbringen. Die Vereinbarung ist daher ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität am linken Niederrhein.

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist die Westverlängerung der S28 vom Kaarster See bis zum Viersener Bahnhof. Die Unterzeichnung der Vereinbarung fand darum am Verlauf der geplanten Trasse statt, am Schanzweg.

Weitere Projekte

Neben der Verlängerung der S28 umfasst die Vereinbarung eine Reihe weiterer Projekte des Schienenpersonennahverkehrs am linken Niederrhein, die sich positiv auf die gesamte Region auswirken, unter anderem:

  • Die Beibehaltung der Linie RE 13 (Venlo-Viersen-Mönchengladbach-Düsseldorf-Wuppertal-Hamm) und die Sicherung der Anbindung der heutigen Haltepunkte mit dem gewohnten Takt bei einer Realisierung einer schnellen Schienenpersonenverbindung zwischen Eindhoven und Düsseldorf
  • Die Beschleunigung des RE8 zwischen Köln und Mönchengladbach sowie die Einrichtung einer zweiten S6 pro Stunde auf der Strecke durch Bau eines zweiten Gleises zwischen Rheydt Hauptbahnhof und Rheydt-Odenkirchen
  • Die Verlängerung der S8 über Mönchengladbach Hauptbahnhof bis Rheydt Hauptbahnhof beziehungsweise optional bis nach Erkelenz/Hückelhoven, verbunden mit einem zusätzlichen Haltepunkt im Bereich der Hochschule Niederrhein.

Auch die Vereinbarkeit zwischen der S28 und dem Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach wird festgeschrieben.

Pakusch zum Beschluss

Willichs Bürgermeister Christian Pakusch freut sich, dass dieser zukunftsweisende Beschluss gefasst werden konnte. „Viele Beteiligte haben sich in der Stadt Willich über Jahre stark für das Zustandekommen dieses immens wichtigen Infrastrukturprojektes eingesetzt“, so Pakusch.

„Die Anbindung an die Regiobahn ist ein bedeutender Baustein um die allgemeine Verkehrssituation zu verbessern“, ist Willichs Bürgermeister überzeugt. „Wir brauchen einen Mobilitätsmix. Die fehlende Schienenanbindung ist das letzte große Feld, auf dem wir bisher nicht gut aufgestellt sind. Die Autobahnanbindung ist sehr gut; auch ein gutes Radwegenetz ist extrem wichtig für die individuelle Mobilität. Absolut notwendig war für uns daher auch die Vereinbarkeit zwischen der S 28 und dem Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach.“