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Reha-Sport nach Covid-Erkrankung: Neu in der Halle 22

von Willich erleben

Fatigue, Atemprobleme, Erschöpfung, Panik-Attacken oder orthopädische Nachwirkungen durch Koma und Liegen – Die Erfahrungen zeigen, dass eine Covid-19 Erkrankung viele langfristige Folgen haben kann, die eine längerfristige Rehabilitation nach der akuten Krankheitsphase notwendig machen. Hierbei kann ärztlich verordneter „Reha-Sport nach Muster 56“ ein wichtiger Teil des Genesungsprozesses sein. Weil stationäre Reha-Plätze oft erst nach langen Wartezeiten und gegebenenfalls in größerer Entfernung verfügbar sind, bietet das Willicher Fitness- und Gesundheitsstudio Halle 22 jetzt über den Verein „Reha 22 Gesundheitssport e.V.“ einen ersten „Reha-Kurs nach Covid“ an. Die Kunden benötigen für die Teilnahme eine „Verordnung nach Muster 56“, die der Arzt ausstellt und die über die Krankenkassen abgerechnet wird.

„Der Ansatz des Reha-Sportes ist die Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit zur Rückkehr in Beruf und Alltag“, erklärt Trainerin Melanie Pahlad, die den Reha-Verein in der Halle 22 leitet. Das Team umfasst vier ausgebildete Reha-Fachtrainer, die beim Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (kurz BRSNW) zertifiziert und gelistet sind.

Der Covid-Reha-Kurs dauert je Termin 45 Minuten. Die Trainer führen durch Atemübungen, Übungen zur Mobilitäts- und Beweglichkeitssteigerung sowie zur leichten Kräftigung. Dabei werden auch kleine Geräte eingesetzt. „Wir achten darauf, was der oder die Einzelne bereits wieder leisten kann und ob gegebenenfalls längere Pausen zur Erholung notwendig sind. Alles wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch geklärt“, so Melanie Pahlad. Schrittweise wird dann die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer gesteigert.

Wichtig ist es, dass Interessenten die Formalia kennen: Auf der ärztlichen Verordnung müssen zwei Diagnose-Schlüssel eingetragen werden: Covid-Erkrankung und ein orthopädischer Schlüssel – wobei das auch eine Formulierung wie „unspezifische Rückenschmerzen“ sein kann. „Das Thema Reha nach Covid ist mittlerweile gut durch Empfehlungen an die Ärzte geregelt. Diese Empfehlungen sind in das Konzept eingeflossen“, erklärt Thomas Mathes, Prokurist der Halle 22.

Eine Reha-Verordnung ist auch für Kassenpatienten immer kostenfrei. Die ärztliche Verordnung kann bis zu 50 Trainingseinheiten in einem Zeitrahmen von sechs bis 18 Monaten umfassen. Sie wird von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung genehmigt und finanziert.

Der Kurs in der Hale 22 findet freitags ab 15.00 Uhr in der Halle 22, Schmelzerstr. 5 statt. Infos und Beratungstermine gibt es unter Tel.: 02154 / 88 66 0.

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