Halle22_RehaSport
Melanie Pahlad (re.) leitet den Bereich Reha 22 Gesundheitssport e.V. Die Teilnahme erfolgt über eine ärztliche Verordnung.

Der Verein Reha 22 Gesundheitssport e.V. des Willicher Fitness- und Gesundheitsstudios Halle 22 erweitert kontinuierlich das Angebot an Reha-Sportkursen: „Mittlerweile finden pro Woche neun Kurse zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Standorten statt“, erklärt Thomas Mathes, Studioleiter der Halle 22. Im Studio im Stahlwerk Becker gibt es am Dienstag und Mittwoch insgesamt drei Vormittagstermine zwischen 8 und 11 Uhr, dazu einen Abendtermin am Donnerstag sowie zwei Nachmittagskurse am Freitag. Im easyFIT in der Brauerei-Passage finden weitere drei Kurse statt – einer am Vormittag und zwei am Abend. Mit den Angeboten am frühen Morgen- oder Abendbereich möchte der Verein den Anforderungen berufstätiger Menschen entgegenkommen.

Der Verein Reha 22 Gesundheitssport e.V. ist ein eigenständiger Zweig im Gesundheitsangebot der Halle 22 und wurde vor fünf Jahren gegründet. Die vier ausgebildeten Reha-Fachtrainer sind beim Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westphalen e.V. (kurz BRSNW) zertifiziert und gelistet – „anderweitig dürfte der Verein keinen qualifizierten orthopädischen Reha-Sport anbieten“, erklärt Melanie Pahlad, die den Bereich leitet. Laut den Regelungen im deutschen Gesundheitswesen richtet sich Reha-Sport altersunabhängig an alle, die Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates haben. Eine ärztliche Verordnung kann bis zu 50 Trainingseinheiten in einem Zeitrahmen von sechs bis 18 Monaten umfassen. Sie wird von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung genehmigt und finanziert.

Die Reha-Sportkurse finden in kleinen Gruppen in gymnastischer Form statt. Der Focus liegt hierbei auf Mobilisation, Stabilisation, Kräftigung und Koordination des Stütz- und Bewegungsapparates unter Berücksichtigung der jeweiligen Diagnose. Dabei ist das Training unter Gleichgesinnten als Motivationsfaktor nicht zu unterschätzen. Ziel des Reha-Sports und der Kostenträger ist es, nach Beendigung der Maßnahme (50 Einheiten) dem Teilnehmer langfristig und nachhaltig Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Sie sollen die Verantwortung für die regelmäßige Bewegung übernehmen und selbstständig weiter führen.

Der Verein bietet zudem ein jährliches Programm an Fachvorträgen, Gesundheitstagen, Wanderungen oder Festen – „damit kommt auch das klassische Vereinsleben für diese Mitglieder nicht zu kurz und sie können sich austauschen“, so Mathes.

Interessenten können sich unverbindlich beraten lassen – Termine gibt es unter Tel.: 02154 / 88 66-0.