Foto: Stadt Willich

Fast fertig: Der Sanierungs-Umbau des Projekts Schwarzer Pfuhl ist fast abgeschlossen. Die Willicher Grundstückgesellschaft hat das geschichtsträchtige, gleichwohl nicht unter Denkmalschutz stehende Haus, das als „Totalschaden“ galt, seit Mai 2019 von Grund auf renoviert.

Willy Kerbusch, Kämmerer und GSG-Geschäftsführer, hatte jetzt zu einer kleinen, internen Feier unter anderem mit den beteiligten Firmen geladen, da das offizielle Richtfest seinerzeit dem Termindruck zum Opfer gefallen war.

Erstmals erwähnt wurde das Haus, das an der historischen Wegkreuzung unter anderem schon als Zollstation und Gerichtsbarkeit der adeligen Neersener Schlossherren Virmonds diente, Anfang des 17. Jahrhunderts; nicht unter Denkmalschutz steht es, weil von der Substanz des Gebäudes aufgrund der vielen, oft nicht wirklich behutsamen Um- und Anbauten im Laufe der Jahrhunderte so gut wie nichts mehr vorhanden war. Zuletzt war das Haus unter anderem auch wegen der Nähe zur Autobahn als Raststätte für Trucker genutzt worden.

Jetzt stehen die wirklich recht grundsätzlichen und umfangreichen Arbeiten kurz vor dem Abschluss: Unten ist bereits die Vollstreckungs-Abteilung des städtischen Geschäftsbereichs Zentrale Finanzen eingezogen, oben werden derzeit vier Hotelappartements und eine Hausmeisterwohnung untergebracht; wer die Appartements betreiben wird, steht derzeit, so Willichs Kämmerer und GSG-Geschäftsführer Willy Kerbusch, noch nicht fest.

Blick nach vorn: Auf dem hinteren Teil des verkauften, insgesamt gut 6000 Quadratmeter großen Grundstücks wird noch gebaut. „Rund 30 barrierefreie Wohnungen werden dort ab Mitte dieses Jahres entstehen, außerdem drei bis fünf Einfamilienhäuser“, so Kerbusch.

Übrigens wird, so Kerbusch weiter, noch seitens des Stadtarchivs eine kleine Stele aufgestellt, die an das historische Erbe des Ortes erinnern soll: Unter anderem sollen, so historisch beschlagene Experten, der berüchtigte und später hingerichtete „Fetzer vom Niederrhein“ nebst Räuberkumpanen, aber auch Teile der durchziehenden napoleonischen Entourage hier genächtigt haben – freilich deutlich vor den Truckern.