Foto: Christian Hansen / Schiefbahn Riders

Ein tolles Saisonfinale boten die Schiefbahn Riders am vergangenen Samstag gegen die Krefeld Ravens, den designierten Meister der NRW-Verbandsliga West. 800 Zuschauer fanden bei schönstem Wetter den Weg an die Siedlerallee und brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Zwar verloren die Riders das Spiel erwartungsgemäß mit 3:35 (0:21/0:7/0:0/3:7), aber dennoch gab es an diesem Nachmittag zwei Gewinner. Einerseits die Ravens, die erst vor vier Jahren gegründet wurden und mit großen Investitionen ihren Weg in die Elite des deutschen American Football gehen wollen, aber andererseits auch die Schiefbahn Riders, die erneut bewiesen, dass sie als kleiner, aber sympathischer Verein den Fans viel Freude bieten können. Christian Pakusch, der Bürgermeister der Stadt Willich erschien ebenso zum Spielbeginn und nahm den Münzwurf vor. Er zeigte sich anschließend in den Sozialen Medien erfreut und kommentierte: „Wie immer: beste Stimmung und großartiger Sport auf Schiefbahner Rasen.“

Auf dem Feld ging’s dann zur Sache. Die Ravens boten in den ersten beiden Vierteln das Beste auf, was sie derzeit in petto haben. Ihre Defense agierte giftig und die Offense schlagkräftig. Man merkte, dass die Seidenstädter gleich am Anfang und vor allem im ersten Viertel die Zeichen auf Sieg und Meisterschaft stellen wollten. Mit einem sehenswerten Pass auf Jan Kunnen von Ex-Riders-Quarterback Andreas Trebski schlossen die Krefelder zum 7:0 (PAT Justin Wiedelbach) ab. Mit weiteren gefangenen Pässen der Wide Receiver Marvin Zander und Allessandro Peduzzo samt Zusatzpunkten von Wiedelbach erhöhten die Ravens schnell auf 21:0 im ersten Quarter. Runningback Leander Carstensen war dann im zweiten Quarter mit einem Hechtsprung in die Riders-Endzone der 28:0 Halbzeitstand und den Krefeldern eine Laufspieldominanz vorbehalten, die in entscheidenden Momenten immer wieder durch den US-Spieler Darion Neill  vorgetragen wurde.

Wer nun dachte, dass die Riders auseinanderfallen würden, rieb sich im dritten Quarter die Augen. Die Schiefbahner hatten sich nun etwas besser auf das Spiel der Ravens eingestellt und stoppten nachhaltig den Vortrieb der Ravens-Offense, die nun von Quarterback Justin Wiedelbach geführt wurde. Im Ergebnis gab es keine Punkte mehr auf beiden Seiten, wobei vor allem die Ravens auf sehr harten Football setzten. Mit Christian Dörkes, Malte Kaumanns und den beiden Tightends Robert Teichert und Hendrik Kaspers sowie Cornerback Kevin Delgrange mussten gleich fünf Riders-Akteure verletzt vom Feld. Im letzten Quarter schickten die Ravens erneut ihre erste Garde auf’s Feld und die machte gleich das 35:0 (PAT Wiedelbach) mit einem Pass auf Jan Kunnen fest. Für den Schlusspunkt sorgten aber die Riders. Mit einem Fieldgoal von Sebastian Brocker zum 3:35 löschten die Footballer aus der Stadt Willich die Null vom Scoreboard und belohnten sich so für eine engagierte zweite Halbzeit. Riders-Präsident Tim Schürmanns ist mit dem Abschluss der Corona-Saison sehr zufrieden: „Wir haben den Fans heute gezeigt, was unser Sport zu bieten hat. Die Saison war zwar aufgrund des dünnen Kaders sehr schwierig durchzuführen, aber wir haben uns trotz vieler Verletzter mit großer Moral durchgebissen. Das macht uns im Zusammenhang mit unserer tollen Jugendarbeit Mut für eine erfolgreiche Zukunft.“