Schiefbahner Schützen-Nachwuchs schießt den Vogel ab

St-Sebastianus-Schützenbruderschaft-Schiefbahn_Prinzenschiessen
Der 2. Brudermeister Werner Braun (li.) und der amtierende Schützenkönig Norbert Silkens (re.) gratulierten dem Schützennachwuchs: Schülerprinz Felix Mertens (2.v.li.) und Jungschützenprinz Marcus Schwengers: (Bildquelle: St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn)

In diesem Jahr bleibt der Titel des Schülerprinzen der St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn in der Familie: Beim Vogelschuss des Schützen-Nachwuchses (9 bis 15 Jahre) am Samstag holte Felix Mertens (13 Jahre) mit dem 317. Schuss den Vogel von der Stange. Damit erbte er nach einem harten Wettkampf den Schülerprinzen-Titel von seinem älteren Bruder Max – und das sei auch sein Ziel gewesen, meinte Felix:

„Ich habe bei meinem Bruder gesehen, wie spannend das ist.“ Zu den besonders spannenden Dingen gehört es für ihn, während der Parade beim Schützenfest Mitte Juni auf der Tribüne zu stehen. Felix Mertens besucht die 7. Klasse der Leonardo da Vinci-Gesamtschule in Schiefbahn und ist seit drei Jahren bei den Tellschützen aktiv.

Einen „zähen“ Vogel mussten nach dem Prinzenschießen die Jungschützen (16 bis 24 Jahre) bewältigen. Das Holztier fiel erst nach einem mehrstündigen Wettbewerb der 29 Bewerber mit dem 591. Schuss. Dieser Schuss machte den 23-jährigen Jungschützen Markus Schwengers aus dem Zug „Ejal wat kütt“ zum Jungschützenprinzen der Schiefbahner Bruderschaft. Der Industriekaufmann ist seit rund vier Jahren Mitglied in der Bruderschaft – und hat den Augenblick seines Triumphes eigentlich garnicht so richtig gesehen: Er hatte sich bereits vom Schießstand abgewendet und wurde erst durch den Jubel der Mitbewerber darauf aufmerksam, dass der Vogel hinter seinem Rücken gefallen war.

„Ich bin überrascht und habe auch ein bisschen Angst vor dem, was auf mich zukommt – aber egal“ – so die erste Reaktion des Jungschützenprinzen. Am Wettbewerb hatten sich 29 Jungschützen beteiligt, eine „sehr erfreuliche Zahl“, so der 2. Brudermeister Werner Braun. Der Jägerzug „Ejal wat kütt“ stellte einerseits beim Wettbewerb die größte Gruppe und im Ergebnis zum dritten Mal den Jungschützenprinz. Dessen Königssilber hat im Übrigen eine besondere Bedeutung in der Geschichte der Schiefbahner Bruderschaft: „Es ist das frühere Junggesellensilber und das älteste, das wir besitzen. Einige der Elemente stammen noch aus dem 17. Jahrhundert“, erläuterte der 2. Brudermeister Braun, der mit dem amtierenden König Norbert Silkens die Krönung vornahm.

Die Schiefbahner Schützen feiern ihr Fest in diesem Jahr vom 15. bis 18. Juni. Infos zur Bruderschaft gibt es auf www.sebastianus.de