Foto: Stadt Willich

Corona verhindert vieles – aber eben nicht alles. Zumindest das Willicher Kulturteam hält tapfer dagegen und geht online: Den Auftakt macht eine Live-Übertragung des für den 19. Februar geplante Jazz-Konzert der Band „Tango Transit“, das aus bekannten Gründen nicht vor Publikum gespielt werden kann – aber eben über den städtischen YouTube-Kanal gestreamt wird.

Eine professionelle und in dieser Hinsicht erfahrene Mannschaft wird Sound und Bild abnehmen und ins Netz einspielen – und Jazzfans in aller Welt (zu der dann natürlich auch der Kreis Viersen gehört) können das Konzert dann daheim live mitverfolgen: Einfach reinklicken und die Live-Performance von „Tango Transit“ genießen.

Und wer es zeitlich live nicht schafft, kann später über den Kanal der Stadt die Aufzeichnung anschauen. Apropos: Kurz vor dem Konzert wird der konkrete Link zum Stream noch veröffentlicht.

Zu „Tango Transit“: Hinter diesem Namen verbergen sich Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Bass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug). Seit 2008 hat das Trio aus dem Frankfurter Raum bei mehr als 500 Konzerten im In- und Ausland überzeugt sowie fünf CDs und eine Live-DVD veröffentlicht. Die Art, nach der hier Energie und Ausdruckskraft des klassischen Tangos mit modernem Sound verschmelzen, sucht nach Ansicht von Kritikern ihresgleichen: Elemente aus der Cajun-Musik Louisianas mischen sich mit der Rohheit des Balkans, französische Musette trifft auf orientalische Klänge; hinzu kommen bisweilen gar House Bass-Drum oder Wah-Wah und Verzerrer beim Akkordeon, wie auf dem aktuellen Album „Akrobat“ (Lable JAZZNARTS) zu hören ist. Dieses enthält neben Kompositionen der Band erstmals auch drei Bearbeitungen (Roger Waters „Brain Damage“, Astor Piazzollas „Libertango“ und F. Mendelssohn Bartholdys „Elfentanz“). Eine intensive Zusammenarbeit dreier außergewöhnlicher Instrumentalisten: kraftvoll, filigran, melancholisch und schweißtreibend und live äußerst beeindruckend.