Schlossfestspiele 2017 erleben

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Foto: Willich erleben

Anfang Dezember vergangenes Jahrs hat bereits der Vorverkauf für die 34. Spielzeit der Neersener Schlossfestspiele begonnen. Es ist die 29. Spielzeit für Doris Thiel, Geschäftsführerin Verein Festspiele Schloss Neersen. Willich erleben – Das Magazin hat mit Doris Thiel über das Willicher Kultur-Highlight gesprochen.

Willich erleben: Frau Thiel, wie hat für Sie alles begonnen?
Doris Thiel: Ich war damals im Amt für Schule, Sport und Kultur, als im Bereich Kultur eine Stelle frei wurde. Da Kultur schon immer mein Ding war, habe ich mich auf die Stelle beworben und war einige Jahre Leiterin des Kulturamtes. Ich habe dort neben den Festspielen alle Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte usw. organisiert. Als Mitte der 90er Jahre der Verein Schlossfestspiele Neersen gegründet wurde, hat mich die Stadt als hauptamtliche Geschäftsführerin an den Verein ausgeliehen, denn die Stadt stellt im Verein die Geschäftsführung.

Willich erleben: Gibt es für Sie rückblickend eine schöne oder besondere Spielzeit?
Doris Thiel: Eigentlich kann man das so nicht sagen. Jede Spielzeit hat etwas Besonderes und es ist jedes Mal spannend. Dazu gibt es immer wieder neue Herausforderungen, wie zum Beispiel in diesem Jahr, als wir für das Stück „Ziemlich beste Freunde“ einen elektrischen Rollstuhl besorgen mussten. Letztendlich haben wir ihn über Vermittlung von Hans Kothen bekommen. Natürlich ist es auch immer wieder spannend, wie dann am Ende das Ergebnis der Spielzeit ausfällt, und man freut sich umso mehr, wenn die Arbeit dann auch belohnt wird. Klar, freut man sich über so ein tolles Ergebnis wie in diesem Jahr. Aber es ist doch natürlich, es gibt immer wieder Höhen und Tiefen.

Willich erleben: Wie ist denn der Umgang mit dem Ensemble? Es heißt ja, Schauspieler sind nicht immer einfach.
Doris Thiel: Ich sage immer, es gibt Gute und Böse. Nein, Quatsch, da gibt es keinerlei Probleme. Das ist wie im richtigen Leben und nicht anders als bei Kollegen in einem Unternehmen. Sicher sind Künstler im Umgang miteinander anders, aber das sind wir doch auch. Wichtig ist doch nur, dass wir alle für eine gemeinsame Sache arbeiten und nachher ein gutes Produkt raus kommt. Selbstverständlich – ich bin auch nur ein Mensch und es gab schon einmal gute und schwierige Situationen. Aber wie gesagt: Am Ende steht das Ziel, dass das Theater und die Spielzeit gut werden.

Willich erleben: Wie bereiten Sie jetzt die neue Spielzeit vor?
Doris Thiel: Eigentlich schon während der letzten Spielzeit. Da muss früh der Rahmenterminplan angefertigt und abgestimmt werden: Ich gucke, wann sind die Sommerferien, wann welche Events oder gibt es noch andere Highlights? Dann wird mit der Intendanz der Spielplan abgestimmt, denn hier müssen ja auch Proben und die Verpflichtungen von anderen Gastspielen berücksichtigt werden. Danach geht es in die Vertragsverhandlungen und dann mache ich erst einmal Urlaub.
Im Herbst geht es mit der Organisation weiter: Räumlichkeiten müssen organisiert oder Drucksachen usw. müssen für den Kartenvorverkauf und die Werbung vorbereitet werden, damit am 01. Dezember der Vorverkauf starten kann. Immer wieder spannend und ich freue mich auf die neue Spielzeit.

INFO:
Karten für die Festspiele 2017 gibt es seit 1. Dezember 2016!
Der Vorverkauf für die Festspielsaison 2017 begonnen: „Vergeben – Vergessen – Verzeihen“, unter diesem Motto stehen die Schlossfestspiele 2017, zu sehen sind im Hauptprogramm ab 18. Juni das Kinderstück „Michel aus Lönneberga“, die Tragik-Komödie „Honig im Kopf“ von Til Schweiger (Premiere 24. Juni) und „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist mit Michael Schanze in der Paraderolle des Dorfrichters Adam (Premiere 29. Juli).

Theaterkasse Schloss Neersen
Hauptstraße 6, 47877 Willich
Tel.: 02154 / 949-132
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