Schützenfest_Niederheide_Koenigshaus
Foto: Naus

Die St. Johannes Bruderschaft Niederheide lädt am kommenden Wochenende (18. bis 21. August) zu ihrem Schützenfest ein – in diesem Jahr mit mehreren besonderen Jubiläen.

Einer der aktivsten Züge in der Bruderschaft – der Offizierszug Grün-Weiß – feiert sein 60-jähriges Bestehen und stellt gleichzeitig in diesem Jahr den König der Bruderschaft: Norbert Erkes schoss zum Abschluss des Festes 2016 mit dem 221. Schuss den Vogel ab. Der König ist ein bisschen „extern“ – er stammt aus Kleinenbroich und ist dort Mitglied im Grenadierzug „Mirr maake mött“.

Dazu ist er seit 2008 aktives Mitglied der Bruderschaft Niederheide und war bereits 2011 mit seiner Frau Gabi Ministerpaar beim König Mario Brocker. Gerade wegen seines etwas entfernten Wohnortes „fühle ich mich besonders wertgeschätzt euer König zu sein“, so Erkes. Der König führt ein Unternehmen für Sanitär, Elektrik und Haustechnik, ist seit mehr als 30 Jahren verheiratet, hat zwei Kinder und eine Enkelin. Tochter Yvonne ist Mitglied im Hofstaat, Enkelin Emily wird als Blumenmädchen dabei sein. Gemeinsames Hobby des Königspaares ist das Reisen – der König ist dazu begeisterter, im Moment eher passiver Fußballer, die Königin kocht gerne und macht Aqua Fitness. 1. Ministerpaar sind Hans-Leo und Conny Schaps (Königspaar des Jahres 2012), 2. Ministerpaar sind Sven und Diana Kubitz. Königsoffizier ist Richard „Ossi“ Osburg (König im Jahr 2008).

60 Jahre Offizierszug Grün-Weiß
Der Offizierszug „Grün-Weiß“ wurde 1957 in der Gaststätte Schüpper in Niederheide gegründet. Der Name spiegelt schlicht die grün-weiße Uniform der Schützen wider. Erster Zugführer war Heinz Baues, der als erster „Grün-Weißer“ 1963 König der Bruderschaft wird. Der Offizierszug und seine einzelnen Mitglieder engagieren sich in vielfältiger Weise in der Bruderschaft. Hans Brocker, der als einziges Gründungsmitglied noch im Zug ist, war viele Jahre Präsident der Bruderschaft, seit 2006 ist er Ehrenpräsident der Bruderschaft. Er war maßgeblich am Bau des Bruderschaftshauses „Niederheider Hof“, am Bau der Fatima-Kapelle sowie des Festplatzes und des Wohnhauses beteiligt. Der Niederheider Hof wurde 1980 eröffnet und ist seither ein Mittelpunkt für alle Anwohner in Niederheide, nicht nur für die Schützen. Nach Hans Brocker stellte der Zug mit Friedhelm Mainka (verstorben 2001) und Alfred Kopp weitere Präsidenten der Johannes-Bruderschaft. Heute hat der Offizierszug 17 aktive Mitglieder und nimmt gerne noch weitere Mitglieder auf.

30 Jahre Memel-Straße
Genau 30 Jahre jünger ist der zweite Jubiläumszug dieses Jahres – und die Gründungsgeschichte hat eine Besonderheit: Der Zug stellte nämlich schon den Bruderschaftskönig, bevor der Zug überhaupt gegründet wurde. 1985 hatte Ludwig Schreiber bei der Silberhochzeit von Günter und Irmgard Matzat die Nachbarschaft gefragt, ob sie ihn unterstützen würde, wenn er den Vogel abschoss – und eigentlich wollten dann die zehn Nachbarn nur ein Jahr und nur Ludwig Schreiber zuliebe mitmarschieren.

Die Folge: 1987 wurde Ludwig Schreiber König, der Zug Memelstraße formierte sich – und aus dem einen Jahr mitmachen wurden bis heute 30. Offizielles Gründungsdatum war übrigens erst im November 1987 – nach dem Schützenfest… Erster Zugkönig war 1987 Erhard Wolf. Der Zug hat heute 13 aktive Mitglieder.

Highlight am Sonntagabend
Aus Anlass des Jubiläum des Offizierszug Grün-Weiß gibt es beim ball am Sonntagabend ein besonderes Programm. Die „Rabaue“ aus Köln treten auf, ebenso ein Double von Schlagerstar Helene Fischer.

Infos zum Schützenfest: www.johannes-bruderschaft.de