Schulpartnerschaftsvertrag zwischen Schule Fujii-Gakuen und St.-Bernhard-Gymnasium unterzeichnet

Schulpartnerschaft Willich Marugame
Bei der Unterzeichnung (von links, vorn): Margret Peters, Mutsuko Fujii, Patrick Hofmacher, hinten Yasuo Inadome, Bürgermeister Josef Heyes und Generalkonsul Ryuta Mizuuchi. Foto: Stadt Willich

Musik von Frederic Chopin, Franz Liszt und Robert Schumann, dargeboten am Flügel von Schul-Präsidentin Professorin Mutsuko Fujii, bildete den perfekt einleitenden Rahmen für einen besonderen Akt: Am frühen Dienstagnachmittag wurde im Beisein des japanischen Generalkonsuls Ryuta Mizuuchi im Schloss Neersen der Schulpartnerschaftsvertrag zwischen der Schule Fujii-Gakuen in Marugame und dem St.-Bernhard-Gymnasium unterzeichnet.

Neben Frau Professor Fujii unterzeichneten St. Bernhard-Schulleiterin Margret Peters und Patrick Hofmacher für die Malteser als Schulträger den Vertrag, in dem es unter anderem heißt, dass die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Schulen aufgebaut werden sollen; es wird der Wunsch formuliert, dass sich die freundschaftliche Verbundenheit zwischen den beiden Schulen noch stärker festigen wird und man damit zur gegenseitigen Verständigung zwischen der Stadt Marugame und der Stadt Willich in besonderem Maße beitragen werde. Gastgeber Bürgermeister Josef Heyes erinnert an die Geschichte der Annäherung der beiden Schulen und der Städte und dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich dem Präsidenten des Japan-Club-Willich, Yasuo Inadome, der sich auch gestern wieder unter anderem um die Verständigung verdient machte: Er übersetzte simultan, frei memorierend und gewohnt druckreif lange Passagen der japanischen Ansprache der Schulleiterin aus Marugame für die Zuhörerschaft.

Zuvor hatte bereits Generalkonsul Ryuta Mizuuchi in seinem Grußwort betont, dass mit dieser Partnerschaft „eine feste Basis geschaffen“ werde, die zu weiteren konkreten Fortschritten führen und dabei Willich und Marugame einander noch näher bringen“ würden. Der Generalkonsul wörtlich: „Dabei handelt es sich um Kontakte zwischen beiden Städten, die sich zuerst auf einen Freundschaftsvertrag gründen und hoffentlich längerfristig zu einer vollständigen Städtepartnerschaft erweitert werden.“ Mizuuchi erinnerte daran, dass Marugame und Deutschland eine lange Geschichte verbinde, die mit dem dortigen Kriegsgefangenlager begonnen, nach und nach aber zu einer echten Freundschaft zwischen Japanern und Deutschen geführt habe und „noch heute die Grundlage für einen regen Austausch mit Deutschland in dieser Stadt“ bilde.

Im Memorandum zur unterzeichneten Vereinbarung heißt es unter anderem, dass durch Kunst und Sport die gegenseitige Verständigung zwischen den unterschiedlichen Kulturen gefördert werden soll. Der konkrete Schüleraustausch soll 2018 beginnen und danach einmal jährlich stattfinden; in geraden Jahren reisen die die Schüler von der Schule Fujii-Gakuen nach Willich, in ungeraden Jahren sollen Schüler vom St.-Bernhard-Gymnasium der Stadt Marugame einen Besuch abstatten, wobei der etwa einwöchige Schüleraustausch zunächst mit einer Entsendung einer kleinen Gruppe von etwa fünf Schülern begonnen werden soll; die Schüler werden sich vor Ort unter anderem mit Kunst oder Sport, einem  Kochkurs, fremdsprachigem Unterricht, kulturellen Veranstaltungen und kleinen Ausflügen weiterbilden. Die jeweils gastgebende Schule arrangiert  Unterkunft, Verpflegung,  dortige Beförderungs- und Verkehrsmittel und einheimische Aktivitäten für die Schülerschaft und die Lehrerschaft der Gastschule.

Beide Schulleiterinnen verliehen in Ansprachen ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Schulpartnerschaft perspektivisch wachse und gedeihe – und schlossen sich dem Generalkonsul an: „Möge der künftige Austausch stets von viel Erfolg sowie Begeisterung getragen sein und nachhaltig zur japanisch-deutschen Freundschaft beitragen.“