Der Sensor in den kleinen schwarzen Kasten an der rechten Fahrzeugseite löst einen Alarm aus, wenn sich beim Abbiegen jemand oder etwas im „Toten Winkel“ befindet, erklären Michael Meyer- Lingen (re.; Geschäftsführung Meyer logistics GmbH) und Azubi-Anleiter Patrick Splinter. Foto: Meyer logistics GmbH

„Es ist das erste Seriensystem bei DAF, das zuverlässig arbeitet. Daher haben wir uns dafür entschieden“: Michael Meyer-Lingen (Geschäftsführung Meyer logistics GmbH) und Patrick Splinter (Azubi-Betreuer für Berufskraftfahrer) setzen jetzt die ersten beiden DAF-Sattelzüge mit „Toter Winkel-Assistent“ für reguläre Transport- sowie Trainingsfahrten ein.

Die Anschaffung der neuen Fahrzeuge mit dieser Zusatzausstattung ist ein weiterer Schritt im Engagement des Willicher Unternehmens für mehr Sicherheit auf den Straßen. „Da der Markt jetzt ein zuverlässiges System bietet, mit dem Fehlmeldungen weitestgehend vermieden werden, haben wir uns entschlossen, ab sofort unsere neuen Fahrzeuge mit diesem System ausstatten zu lassen. Der Punkt dabei ist allerdings, dass dieser Abbiege-Assistent direkt bei der Herstellung des neuen Fahrzeugs eingebaut werden muss, um die gewünschte Funktionsfähigkeit zu haben“, erklärt Michael Meyer-Lingen. Nachrüstsysteme seien fehleranfällig. Daher hat die Geschäftsführung im ersten Schritt acht Sattelzüge bestellt, die ersten beiden wurden jetzt geliefert.

Das neue Sicherheitssystem arbeitet auf Basis von Sensoren, die im Fahrerhaus einen Alarm auslösen, wenn sich beim Abbiegen jemand oder etwas im „toten Winkel“ befindet. Es kostet pro Stück mehrere 1000 Euro, „aber diese Investition finden wir aus mehreren Gründen gerechtfertigt: Wir haben Verantwortung für alle Teilnehmer am Straßenverkehr und auch für unsere Fahrer. Sie sollen die Möglichkeit haben, bei ihrer Arbeit sicher zu handeln“, so Michael Meyer-Lingen. Patrick Splinter vermittelt den Berufskraftfahrer-Auszubildenden den Umgang mit dem Sicherheitssystem. „Sie sind sehr daran interessiert, weil sie sich ihrer Verantwortung bei der Arbeit bewusst sind“, so der Azubi-Betreuer.

Das Unternehmen engagiert sich bereits seit mehreren Jahren dafür, Unfälle im „Toten Winkel“ zu vermeiden. So bietet Meyer logistics GmbH regelmäßig den Willicher Grundschulen an, mit den Schülern zu dem Unternehmen zu kommen und dort eine Vorführung an einem Sattelzug zu erleben. „Das wurde immer sehr gut angenommen, war aber in den letzten Monaten wegen der Corona-Schutzbestimmungen leider nicht möglich“, so Splinter.