Simon Ramacher: Deutscher Meister im Synchronturnen und Vizemeister mit der Mannschaft

DJK-VFL-Willich-Trampolin
Im Bild (privat) von links nach rechts: Simon Ramacher, Kyona Janssen, Lea Tups, Fiona Schneider, Jasmin Mölters.

Zum letzten nationalen Höhepunkt des Jahres im Trampolinkalender trafen sich die besten Aktiven aus der ganzen Bundesrepublik im Rheinhessischen Worms zu den Deutschen Synchronmeisterschaften im Trampolinturnen und den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. In gewohnt professioneller Art sorgte der TV Leiselheim in seiner großzügigen Wettkampfstätte für den entsprechenden Rahmen für die nationalen Titelkämpfe.

In der Altersklasse 15/16 trat Simon Ramacher zusammen mit Eduard Melnichuk aus Salzgitter an. Das Duo, das bereits bei den Dutch Open auf das Treppchen sprang, turnte sich nach der Pflichtübung auf den ersten Platz. Einen Dämpfer mussten die beiden 16jährigen hinnehmen, als Eduard in der Kürübung des Vorkampfs einen der geplanten Sprünge ausließ, was den Übungsabbruch zur Folge hatte. Das Team fiel damit auf Rang drei zurück.

Im dreipaarigen Finale traten Simon und Eduard damit als Erste vor das Kampfgericht. Hier konnten die beiden nun vorlegen und zeigten eine komplette Kürübung in sehr guter Höhe und Ausführung, die mit 43,260 Punkten bewertet wurde. Paul und Patrick Ehlert aus Itzehoe konnten mit ihrer Übung diesen Wert nicht knacken. Niemand rechnete damit, dass die Führenden nach dem Vorkampf, Max Budde und Caio Lauxtermann aus Cottbus, den Sieg noch aus der Hand geben würden. Sie begannen ihre Übung allerdings direkt mit Höchstschwierigkeiten, riskierten zu viel und brachten nach Abbruch nur zwei Übungsteile in die Wertung.

„Wir freuen uns riesig über die Medaille! Wir haben in der letzten Woche noch in Salzgitter gemeinsam bei Katka Prokesova trainiert. Dass das jetzt so gut geklappt hat, ist super!“, strahlte Simon nach dem Wettkampf.

Bei den Turnerinnen der AK 13/14 bewiesen auch Lea Tups und Partnerin Marieluise Müller vom TSV Rudow, dass sich das gemeinsame Training in Berlin gelohnt hatte. Nach gelungenem Vorkampf zogen die beiden auf Rang sechs liegend in das Finale ein.

Leider gelang Lea in der Kür nicht alles wie geplant. Deshalb kamen nur sieben Sprünge in die Wertung. Da sich die Konkurrenz keine Blöße gab, war dies zu wenig, um das Vorkampfergebnis zu halten oder auszubauen. Am Ende war es Platz acht für Lea und Marieluise. Trainingspartnerin Fiona Schneider aus Unterbach sprang mit Partnerin Mirja Radfelder-Henning aus Bremerhaven auf Rang vier. Jasmin Mölters startete mit Nele Henseleit vom Geestemünder TV in der AK 17+. Jasmin zeigte zwei sehr schöne, saubere Übungen in Pflicht und Kür. Allerdings schlug das Abbruchpech bei Nele gleich in der Pflichtübung zu, wodurch beide trotz guter Kür keine Chance auf das Erreichen des Finales hatten. Sie belegten am Ende Platz elf.

Am Sonntag standen die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften an. Hier trat Simon Ramacher zusammen mit Eduard Melnichuk und David Mühlan für das Team der TG Jugenddorf Salzgitter in der Altersgruppe 14-16 an. Nach dem Vorkampf lag das Trio nur knappe 2,125 Punkte hinter dem Team des TV Blecher. Der Finaldurchgang und der Sprung nach ganz vorn schienen eine lösbare Aufgabe für die bis dahin zweitplatzierten Salzgitteraner zu sein, zumal Simon für seine Vorkampfkür mit 49,025 Punkten die beste Wertung in der Konkurrenz eingefahren hatte.

Leider setzte er den letzten Sprung der Finalkür auf die Matte, so dass wichtige Punkte verloren gingen. Simon erreichte mit den beiden Teamkollegen damit einen hervorragenden Silberrang vor dem siegreichen Team aus Blecher und der Auswahl der SG Frankfurt-Nied.

Eine weitere Willicher Mannschaft konnte sich bei den Damen für die Titelkämpfe qualifizieren. Hierzu rückten die 15jährige Kyona Janssen und die beiden 14jährigen Lea Tups und Fiona Schneider in die höhere Altersklasse 17+ zu Jasmin Mölters auf und zeigten keine Scheu vor der großen Konkurrenz der deutschen Spitze.

Das Viererteam schlug sich ausgezeichnet: Jasmin präsentierte in Pflicht und Kür zwei sicher durchgeturnte Übungen, ebenso wie Fiona Schneider. Kyona wurde in der Pflicht das geforderte Schraubenelement zum Verhängnis, wodurch nur acht Übungsteile in die Wertung kamen. Lea geriet ebenfalls in der Pflichtübung auf die Matte, was das vorzeitige Aus in diesem Durchgang zur Folge hatte. Beide zeigten aber wieder gute Kürübungen. In der Endabrechnung gelang dem Quartett der Sprung auf einen sehr beachtlichen siebten Platz.

„Ein tolles Ergebnis für den DJK-VfL Willich!“, freut sich auch Abteilungsleiterin Angelika Tups. „Nach dem plötzlichen, viel zu frühen Tod unseres langjährigen Trainers und Freundes Christian Stapf, war zunächst nicht klar, ob und wie die Aktiven es schaffen, ihren Sport fortzusetzen. Wir alle waren nach diesem Tiefschlag gezwungen, zu improvisieren und uns auf die neue Situation einzustellen. Wir bedanken uns deshalb ganz herzlich für die Unterstützung der anderen Trainer, die für unsere Turnerinnen und Turner in dieser schwierigen Situation da waren!“